Aufsatz 
De anacoluthorum usu in scriptis graecorum / von Conrector Ebhardt
Entstehung
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zweiten Woche des Monats Januar wieder ſo weit hergeſtellt war, daß er einen Theil ſeiner Unterrichtsſtunden an der Anſtalt übernehmen konnte. Auch die übrigen Lehrer waren bis auf 2, wenn auch nur auf kurze Zeit, einige Male durch Unwohlſein verhindert, Schule zu halten. Da zugleich eine Lehrerſtelle durch den Austritt des Dr. Schäfer vacant war, ſo mußte durch vielfache Combinationen, namentlich der Unterklaſſen, und durch Stellvertretung ausgeholfen werden.

Der Geſundheitszuſtand der Schüler war im Allgemeinen befriedigend, nur einer war längere Zeit, einige nur kurze Zeit krank.

II. Chronik des Pädagogiums und der Bergſchule.

Zu der Aufnahmeprüfung in das Pädagog, welche auf den 11. Mai feſtgeſetzt war, hatten ſich 19 Aſpiranten gemeldet, von denen auf Grund der Prüfungsreſultate zwei in die Selecta, einer in die erſte und die übrigen in die vierte Claſſe eintraten. Dieſer letzteren Claſſe wurden noch im Laufe des Sommers 3 Schüler nach beſtandener Prüfung zugewieſen.

Die Eröffnung des Sommerſemeſters fand in herkömmlicher Weiſe am 12. Mai Statt und wurde durch den Prorector Profeſſor Bill vorgenommen. Profeſſor Bill führte nämlich auch in dem verfloſſenen Schuljahre die Direction des Pädagogs und der Bergſchule während der Abweſenheit des Profeſſors Bellinger, der als Mitglied der 2. Kammer der Stände des Herzogthums den Sitzungen der Landtage in Wiesbaden bis Anfang Juli 1859 und dann wieder vom 5. Februar 1860 an bis zum Schluſſe des Winterſemeſters beiwohnte.

Bei der Eröffnung des Sommerſemeſters wurde zugleich der an die Anſtealt dirigirte Ele⸗ mentarlehrer Bender vorgeſtellt und in ſeinen Dienſt eingewieſen.

Die Pfingſtferien dauerten vom 11. bis zum 21. Juni.

Am 4. Juli begann in Gegenwart des Bergſchulcuratoriums, beſtehend aus den Herrn: Berg⸗ meiſter Vietor, Ferdinand Jung und Bürgermeiſter Gail aus Dillenburg, Bergmeiſter Winter und Verwalter Ehrhard aus Weilburg, Verwalter Müller aus Diez und dem Director der An⸗ ſtalt, ferner in Gegenwart der Bergſchullehrer und der Herrn Bergmeiſter Stein von Diez und Giebler aus Wiesbaden die Prüfung an der Bergſchule und dauerte bis zum 6. Juli. An den beiden erſten Tagen wurde nur in Gegenwart der genannten Perſonen geprüft; am 6. Juli war die Prüfung eine öffentliche, der ein zahlreiches Publicum aus der Stadt Dillenburg und der Umgegend beiwohnte. Nach Maßgabe der Prüfungsreſultate wurden ſämmtliche Schüler für fähig erklärt, in die obere Klaſſe aufzurücken. Zum Schluſſe wurde den Bergſchülern durch den Vorſitzenden des Curatoriums, Herrn Bergmeiſter Vietor, nähere Weiſung über eine zweckmäßige Verwen⸗ dung des nun beginnenden viermonatlichen praktiſchen Curſus gegeben. Die anweſenden Herren Bergmeiſter übernahmen es, dafür zu ſorgen, daß in ihren Bergwerksrevieren den Bergſchülern

feine die praktiſche Ausbildung derſelben fördernde Bergarbeit verſchafft würde.

Am 24. Juli wurde das Geburtsfeſt Sr. Hoheit des Herzogs von dem Pädagog mit Gebet, Geſang, Declamation und einer Anſprache des Rectors in einem zu dem Zwecke feſtlich geſchmückten Schulzimmer begangen. Der ſonſt an dieſem Tage übliche Spaziergang der Lehrer und Schüler wurde, da das Hohe Geburtsfeſt auf einen Sonntag fiel, am darauf folgenden Tage ausgeführt.