Aufsatz 
Über den linguistischen Rationalismus mit Rücksicht auf die Zwecke des Gymnasial-Unterrichts / Fuldner
Entstehung
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Zzeichenunterrieht.

Comhinirte Tertia. Zeichnungen von einzelnen Theilen des menschlichen Kör- pers, von Thieren und Landschaften wurden theils mit schwarzer Kreide ausgeführt, theils die Umrisse derselben mit Bleistift entworfen. 1 St.

Realtertia. Zeichnen geometrischer Figuren, des Grundrisses eines Hauses etc. Anleitung zum Planzeichnen. 2 St.

8 Gombinirte Quarta. Zeichnen von geraden und krummlinigen Figuren, von Ge- räthschaften, Thieren, Köpfen, Händen, Füssen und TLandschaflen, bald mit Schattirung,

bald in blössen Umrissen. 2 St. Quinta. Linien- und Figurzeichnen mit Bleistift. 2 St. Storck.

Kalligraphie.

In Tertia 1 St., in Quarta 2 St., in Quinta 2 st., mit Benntzung der Nörschriften. von Geyer. Storck.

Gymnastische Upungen.

An denselben nahmen in wöchentlich zwei Stunden 65 Gymnasiasten unter der Lei- tung des Dr. Kohlrausch und des Zeichenlehrers Storck Theil.

Anm. Zum Baden und Schwimmen war den Schülern des Gymnasiums ein besonderer von Pfählen eingeschlossener Platz in der Weser mit einem Springgerüste und bedeckten Bretterhäuschen

am Ufer angewiesen und zugleich für die gehörige Aufsicht gesorgt.

B. Privatfleiss der Schüler.

Die Privatlectüre der Primaner und Secundaner wurde, wie gewöhnlich, von den betreffenden Ordinarien geleitet. Jene lasen Abschnitte aus Herodot, Xenoph. Memor. I und Cic. de nat. Deorr- II; diese Xenoph. Anab. VI, Lucian. Gallus und Caes. B. c. I, 50 fin. und II.

Ausserdem lieferten einzelne Schüler aller Classen von Zeit zu Zeit schriftliche Pri- vatarbeiten.

C. Disciplin.

Auch im verflossenen Schuljahre herrschte im Allgemeinen ein guier Geist unter den Zöglingen der Anstalt, so dass nur seltem und nur bei Wenigen strengere disciplinarische Maass- regeln angewandt zu werden brauchten. Namentlich hat sich die Mehrzahl der Primaner dureh musterhaften Fleiss und durch untadelhaftes Betragen in und ausser der Schule ausgezeichnet. Doch kann ich nicht umhin, auf die schon in einem frühern Programme gemachte Bemerkung nochmals zurickzukommen, dass nur alsdann, wenn die Erzichung in der Schule durch eine