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E. Aufforderung an die Schuͤler. Geliebte Schuͤler, uͤberdenkt und beherzigt nun das Geſagte, und geſtaltet euer Leben darnach!
1) Suchet durch Reinlichkeit, Maͤßigkeit, Einfachheit, Abhaͤrtung, koͤrper⸗ liche Uebung und Schamhaftigkeit euren Koͤrper geſund, ſtark, dauerhaft und gewandt zu machen; denn dieſe Eigenſchaften foͤrdern eben ſo ſehr die geiſtige Bildung, als die Zufriedenheit und das Gluͤck des Lebens hienieden.
2 Strebet nach einer tuͤchtigen Kopfbildung durch bedachtſames, fleißiges und gruͤndliches Erlernen der allgemein noͤthigen Kunſtuͤbungen und Kenntniſſe; denn außerdem, daß ihr dadurch die Kopfanlagen kraͤftig entwickelt, und euren Geiſt mit ſchoͤnen Kenntniſſen bereichert, erwerbt ihr auch die noͤthige Geſchick⸗ lichkeit zur erfolgreichen Erlernung jedes zu ergreifenden beſtimmten Faches; entſprecht dem edlen Drange nach hoher geiſtiger Bildung; eroͤffnet euch eine unverſiegbare Quelle edler Freuden, und zuͤndet in eurem Geiſte ein Licht an, das allein euch durch die oft verſchlungenen und finſteren Pfade des Lebens ſicher zu fuͤhren vermag.
3) Trachtet aus allen Kraͤften nach einer tiefen ſittlich religioͤſen Bildung, dieſer einzigen Quelle wahrer Ehre, dauernder Zufriedenheit und feſten Gluͤckes. Zu dem Ende gewoͤhnt euch vor Allem mit Wenigem froh und zufrieden zu le⸗ ben. Der weiſe Sokrates lehrt: Nichts beduͤrfen ſei goͤttlich; der edle Roͤ⸗ mer Cicero behauptet: die Natur ſei mit Wenigem zufrieden, und unſer geiſt⸗ reicher Schloͤzer nennt Platz, Nahrung und Decke die einzigen unentbehrli⸗ chen Bedürfniſſe. Viel verſchwenden kann auch der roheſte Thor, aber mit Wenigem zufrieden und froh zu leben, iſt die goͤttliche Kunſt des wahren Weiſen. Dann ſucht die heiligen Wahrheiten durch unermuͤdeten Fleiß zur unumſtoͤßli⸗ chen Ueberzeugung zu erheben, und durch frommes Gebet und ehrfurchtsvolles Beſuchen des Gottesdienſtes lebendig und wirkſam zu erhalten. Denn die Tu⸗


