ohne gegruͤndete Ausſicht auf eine beſſere Zukunft. Da das Boͤſe und der Ungehorſam ſo viele Jahre hindurch zu einer faſt unbezwinglichen Gewohn⸗ heit in ihm verhaͤrtet iſt; ſo wird er auch als Mann in demſelben verhar⸗ ren. Ja verharren wird er im Ungehorſam gegen die Geſetze des Staates, deren Uebertretung ihm oft ſchmerzliche Strafen zuzieht; verharren im Un— gehorſam gegen die heiligen Vorſchriften der Religion, wodurch er ſich der Achtung und Liebe aller rechtſchaffenen Menſchen, aber auch zugleich alles
Troſtes in den unabwendbaren Unfaͤllen des Lebens beraubt; verharren end⸗ lich im Ungehorſam gegen die zarten Verhaͤltniſſe des Familienlebens, wo— durch er alles haͤusliche Gluͤck fuͤr ſich und die Seinigen unwiederbringlich zerſtoͤrt. So eilt er, mit Laſtern bedeckt, mit dem Fluche vieler durch ihn ungluͤcklich Gewordener beladen, und nicht ſelten noch von der haͤrteſten Ar— muth gedruͤckt, von Allen verlaſſen, mit Verzweiflung ringend dem ſtrafenden Grabe zu. So fuͤrchterlich raͤcht ſich Ungehorſam am Kinde, am Juͤngling, am Manne!
Die Schlange, die das Herz vergiftet,
Die Zwietracht und Verderben ſtiftet,
Das iſt der widerſpenſt'ge Geiſt,
Der gegen Zucht ſich frech empöret,
Der Ordnung heilig Band zerreißt; Denn er iſt's, der die Welt zerſtöret.
Schiller.
Ungluͤcklich iſt die Familie, unter deren Kindern der ſchaͤndliche Unge⸗ horſam herrſcht; denn dadurch wird alle haͤusliche Bildung vereitelt, und alles Familiengluͤck unwiederbringlich zerſtoͤrt.— Doch noch groͤßeres Ungluͤck erzeugt herrſchender Ungehorſam in der Schule; denn dadurch werden alle Schuͤler, welche nicht ſehr ſtark und feſt im Guten ſind, traͤg, unordentlich,


