Aufsatz 
Ueber den relativen Wert der homerischen Gleichnisse / von H. Frommann
Entstehung
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Als Bild der Schönheit werden die Pflanzen gebraucht zwei mal im ſechſten Buch der Odyſſee, wo die Geſtalt der Nauſikaa mit dem Palmbaum 163 und das lockige Haupt des Od. mit der Hyakinthe verglichen werden.& 231. ef. 2 56: Epyet Looc, à 175.

Die beſtaubten Achaner den weißlichen Fruchthülſen der Tenne. E 49.

Menſchen und Menſchliches verglichen mit elementaren Gegenſtänden. A. Erde, Stein und Aehnliches wird angeführt zur Veranſchaulichung der Widerſtandskraft:

Die Achaeer trotzen den Troern wie Felſen den Wellen, 0 618.

Die Ajas dem Hügel, an dem ſich das Waſſer bricht, P 747.

Die Feſtigkeit bildet ferner das tertium, wenn die Augen oder der ganze Menſch mit Stein, Eiſen oder Horn verglichen werden,* 211; 494, 372.

Als Bild des Angriffs dient der rollende Stein, N 137.

An einer andern Stelle deſſelben Buches iſt der anſtürmende Hector gleich einem Berg, N 754.

Dagegen ſoll nur das koloſſale Hervorragen über eine kleinere Umgebung mit dem Gleich⸗ niß vom Berg beim Cyelopen ¹, 191, ebenſo bei der Königin der Läſterygonen angedeutet werden, 113.

Die Zahl des Heeres Sandkörnern. B 800.

Endlich iſt ein Bild des Willkommenſeins das dem Schiffer erſcheinende Land, dem der lang erſehnte Gatte gleicht; I 233.

B. Waſſer.

Das Waſſer tritt auf als Bild ſtürmender Gewalt:

Die zur Schlacht ſtürmenden Danaer den ſich über den Strand ergießenden Wogen, A 422.

Diomedes dem Dämme und Zäune niederreißenden Strom, E 87.

Aias dem Strom, der Bäume umreißt. A 492.

Die Troer über die Mauer Wogen übers Verdeck, O 381; ähnlich Hector ib. 624.

Die ſich überſtürzenden Wagen der Troer den Wogen der Sündfluth, II 384.

In andern Gleichniſſen bildet der bewegte Zuſtand des Waſſers das tertium, wobei⸗ daſſelbe mehr leidend als handelnd erſcheint:

Die bewegte Volksverſammlung= dem windbewegten Meer, B 144(oder dem wogenden Getreide⸗ feld B. 148.)

Das Heer der Troer und Achaeer= den Wellen des windgekräuſelten Meeres, H 63.

Die von Sorge und Furcht bewegten Fürſten dem aufgeregten Meer, 1 4.

Der weinende Agam. dem fließenden Quell I 14, cf. II 3.

Der von Zweifel bewegte Neſtor dem ſturmahnenden Meer, 2 16.

Zuweilen bildet das Geräuſch des Waſſers den Berührungspunkt.

Das zur Volksverſammlung zurückfluthende Heer= dem brauſenden Meer, B 209.

Das Getös zweier ſich begegnender Ströme dem Ler Heere, A 452.

Das Geſchrei der Troer dem Gebraus der aus dem Meer nach den Flußmündungen drängen⸗ den Waſſer, P 263.

Die Stimme der Achaeer lauter als das Brauſen des Meeres, das Praſſeln des Feuers das Heulen des Windes, 8 394401.

Die Zahl der Schneeflocken iſt es, mit der die der Worte des Odyſſeus verglichen wird, T 222.

Die Menge der Thränen der Penelope der Maſſe des ſchmelzenden Schneewaſſers, 1 205.

Der geſchmeidige Charakter des Elementes bildet das tertium da, wo die Verſöhn⸗ lichkeit des Menelaus mit dem Tau verglichen wird, N 598.