Aufsatz 
Beiträge zur Kritik und Exegese der Sophokleischen Antigone / von Arthur Frederking
Entstehung
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v. 632 KE G a, weelcν Ʒνov do ⁶μ Jẽad rijc usldoviμᷣαον τœτον υααννϋν παοει⁹ 7 Go*l ⁵υκντνμες αά ʒ³ æĩͥτ⁹q Tdοννe io⁵

Hier liegt eine von den Commentatoren, auch von Hermann, der sich doch über die Bedeutung von doc Lunj geäussert hat, übersehene*) Schwierigkeit in der Formulirung der beiden Fragen: do νκ; denn es hat keinen Sinn, zu fragen:du bist doch nicht böse auf mich? oder bist du immer mit mir zufrieden? statt: bist du böse(dοα) etc., oder auch:du bist doch nicht böse auf mich? oder bist du(denn) nicht( ob) immer mit mir zufrieden?(vgl. Plat. Theaet. 145 e ³⁴ν oMx. Repbl. 505 c 2mνr*επ 0u). Mindestens also würde hier eine Nachlässigkeit in der Gedankenverbindung vorliegen, die selbst in der Schule nicht unberücksichtigt pleiben dürfte, oder doa uui ist hier anders aufzufassen, als gewöhnlich. Analog wäre nun jedenfalls, was wir im platonischen Staate p. 351 e lesen: 6an dij, 3 Sœνμασ, 8 u Syyernraæ ddixld, Lun d=οέ τ ν i Jννακρινν, 1) 0b08 rroy Erer; denn stattνν⁷ erwartet man blosses u oder α, und so übersetzt auch K. Schneider:wird sie wol ihre Wirkung verlieren, oder sie noch ebenso haben, wie vorher? Vielleicht aber hat υν νππm WmñSn dieser Stelle, wie auch Plat. Phaed. 84 c ν⁴, εꝓφα, τα εκνιενια ⁴μιϋν1uμυ(uGν π⁊ Wyttenbach) Joxs˙ eν⁴εας Aeyσασ olldsydo d) rrr ƷꝓƷεεα νeotptcœs œd dyrdasgag, ebenso wie auch blosses uuu](z. B. Plat. Phaed. 78 d a τ˙ ˙σνν u rors Hsεrρονν ε- ν⁴sε ςεauι e ⁴ασαiτiνεσ xdxra raurd xer, Apolg. 25 a), die Bedeutungob wol, ob nicht, vielleicht, vgl. 59 ε⁶υ und νπον,mναα ά qmit dem Indic. z. B. Plat. Theaet. 145 b, Phaed. 84 e. Soph. Antig. 1253. So mag denn auch an unserer Antigonestelle d u,fBvur eine Vermutung einleiten, ohne Andeutung der Bejahung oder Verneinung:ob du wol aufgebracht gegen deinen Vater bist? oder gefällt dir immer, was wir thun? Sonst müsste man wol doa luij ändern etwa in α (hast du schon gehört und bist nun etc.?*), oder aber für* ist zu schreiben und nach lAo ein Punkt zu setzen:du bist doch(sonst) mit unserem Uhun überall zufrieden.

v. 635 AI. e⁵⁸εο, Gοςα eiνε, aœd ν μμοιο eoσ᷑χærᵉS,&s ν Ion*οσας ανοσ⁷⁷, ale gνο εꝓέιννονμμαι.

Ueber der Erklärung des doppelsinnigen Particips ενααν haben die Exegeten es versäumt, die Beziehung des Relativsatzes zu dem Hauptsatze schärfer zu erfassen, resp. zu erläutern; und wenn sie den Satz aus ihrem Stillschweigen zu schliessen als relativ angeknüpften Hauptsatz auffassen(wie Donner:du lenkst des Sohnes Sinn mit klugem Rate, dem ich gern gehorchen will), so ist das doch wol nicht statthaft, denn abgesehen vom Futurum ist alc sgsrννα nur eine Tautologie von α- α᷑&.οοες, und das Futurum allein, ohne einen Zusatz wie 7roνϑννυμσα(gern, Donner) oder ædb τ 10τν oder ast, scheint für eine neue, selbständige Aussage nicht zu genügen: man versuche es nur mit einer wörtlichen deutschen Uebersetzung! Vielmehr ist alk ꝓερμαα ein relativer Bestimmungssatz mit dem indic. fut., angeschlossen

*) Nur bei PErfurdt(Soph. trag. IV p. 304) finde ich nachträglich folgende Bemerkung:in notis mss. Hermannus vulgatam defendit hoc sensu: num forte iratus mihi es?(in seiner Ausgabe der Erfurdtschen So- phokles ed. III zu Ant. 628:du bist doch nicht der Braut wegen erzürnt?*). Sic tamen exempla desidero, in quibus altera interrogationis pars a disiunctiva vocula 7 incipiat. Erfurdt selbst hat aus einem andern (kalschen) Grunde d9α dſ vermutet, und ebenso Musgrave: releixe ον d6 Sενν Qκα2ιον. Letztere Vermutung (oder dοα ⁴ο) könnte auch in meinem Sinne verwendet werden, s. weiter im Text.