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ſind, während Seminare und Gymnaſien der Großſtädte an Erſchlaffung leiden und ſich nach einer Erfriſchung durch den Zutritt kräftiger Landnaturen ſehnen.
Woher kommt es, daß dieſer Ueberfluß an Bildungs⸗ ſtoff, nach dem hinwiederum das Landkind ſich ſehnt und an dem es ſich nährt, von dem Stadtkinde ſo oft nicht beherrſcht werden kann? Vielleicht nur daher, weil er zu frühe und ſchrankenlos auf dasſelbe wirkte, und— weil das Stadt⸗ kind eben keine Waldeinſamkeit hat, in der es von ſeinen Erregungen ſich wieder beruhigen und die empfangenen Bilder in ſich abklären könnte.
Damit iſt aber auch die Vermittelung angezeigt: Das natürlichſte Gegengewicht für Uebermaß der Kultur iſt— die Natur. Wohl dem Kinde, deſſen Elternhaus, von Wald und Flur umlegen, noch ein Stück Erde für ſein Sichtummeln, Klettern, Arbeiten, ſein Sich⸗ ſelbſtverſuchen und ſein Sichbeſinnen frei hält! Wohl dem Kinde, für deſſen Arbeit wenigſtens ein Fleckchen Garten⸗ land erübrigt iſt, an dem kein bezahlter Gärtner ſich ver⸗ greifen darf! Wohl dem Mädchen, das noch, wie ſelbſt⸗ verſtändlich, der Mutter in häuslichen Arbeiten geſchäftig an die Hand geht und wenigſtens in eigenen Scherben ſeine Blumen pflegt!— Vor vielen Städten muß hier Frankfurt glücklich geprieſen werden, das noch Gärten in der Stadt und eine neue Stadt in Gärten hat,— eine Wohlthat, deren Wirkung noch in etwas Größerem, als im geſunden Luftbad, zu erkennen iſt.
Wo aber im Reichthum der Kultur Armuth an Natur entſteht, da muß die Erziehung dem Kinde mindeſtens natürliche Beſchäftigungen zu geben ſuchen. Und wenn ſich auch ſolche Beſchäftigungen, wie ſie in einfachen ländlichen Verhältniſſen ſich von ſelbſt ergeben, nicht wohl
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