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V. IV. III.& IIb. Cl. 1 St. Einübung der ge⸗ Winter: Einübung der Riegenvorſteher im Gymnaſial⸗
bräuchlichſten Choräle, einſtimmiger Volkslieder und der ein⸗ gebäude. Tanz⸗ und Turnlehrer Liebich. zelnen Stimmen zu den vierſtimmigen Geſängen. Wöchent⸗ 2 eitunterri lich eine oder zwei Geſangproben außer der Schulzeit mit A 8 cht, 3 dem vierſtimmigen Chor Sauer mit Benutzung der Herzoglichen Reitbahn, ertheilte acht 3— Schülern Reitlehrer Stroh. D. Körperliche Uebungen. 3. Baden und Schwimmen 1. Turnunterricht. auf der Gymnaſial⸗Bade⸗ und Schwimmanſtalt unter Auf⸗ Im Sommer: Uebungen auf dem Turnplatze; im ſicht und Leitung von G. Landmann.
c. Aeſthrtiſcht Pildung.
Bezüglich dieſes Gegenſtandes wird es genügen, an die in früheren Programmen nieder⸗ gelegten Bemerkungen zu erinnern, indem die Verhältniſſe ſich nicht geändert haben.
D. Disciplin.
Die Schule ſucht durch Hausbeſuche, durch Aufſicht beim Turnen, Baden u. ſ. w. Vergehen ihrer Zöglinge möglichſt zu verhüten. Geſetzwidrigkeiten, die mit anderen als den gewöhnlichen Schulſtrafen hätten geahndet werden müſſen, ſind nicht vorgekommen. Daß übrigens jede öffentliche Lehranſtalt, deren Zöglinge in Privathäuſern wohnen, gerade hinſichtlich der Er⸗ ziehung der Mitwirkung Seitens der Eltern und Hauswirthe bedarf, iſt an dieſer Stelle wiederholt hervorgehoben worden.
E. Phyſiſches Wohl.
Der Geſundheitszuſtand war auch in dieſem Schuljahre nicht ganz befriedigend. Ein Lehrer iſt der Anſtalt durch den Tod entriſſen worden; andere Lehrer mußten wegen Unwohl⸗ ſeins ihre Lehrſtunden zum Theil auf längere Zeit ausſetzen, und auch von den Schülern waren ziemlich viele durch Unwohlſein öfter am Schulbeſuche gehindert.
II. Chronik des Gymnaſiums.
Der mündliche Theil der im Februar 1864 begonnenen Maturitätsprüfung wurde am 14. und 15. März deſſelben Jahres unter der Leitung des Directors erledigt. Die fünf Abiturienten erhielten das Zeugniß der akademiſchen Reife, und zwar einer mit Nr. I, zwei mit Nr. II und zwei mit Nr. III. Von dieſen ſtudiren Karl Kegel von Gaudernbach Philologie; Friedrich Schmidt von Naſtätten Jurisprudenz; Guſtav Heinrich Schöndorf von Münchhauſen, Otto Thilenius von Höchſt a. M., Robert Weil von Niederbrechen Medicin.
An dieſer Matnritätsprüfung betheiligte ſich auch auf Verfügung Herzoglicher Landes⸗ regierung der Studirende der Philologie Karl Körner von Hadamar, der von dem Gymnaſium daſelbſt ohne Maturitätszeugniß auf Univerſität gegangen war. Derſelbe erhielt gleichfalls das Zeugniß der akademiſchen Reife.
Am 21. und 22. März 1864 öffentliche Prüfung, welcher Herr Oberſchulrath ꝛc. Dr. Schwartz von Wiesbaden als Herzoglicher Regierungscommiſſarius beiwohnte.
Vom 23. März bis 12. April Oſterferien.
Das Schuljahr begann am 13. April mit der Prüfung neu angemeldeter Zöglinge.
Vom 14— 23. Mai Pfingſtferien.


