Aufsatz 
De oratione, rerum naturae picturaeque imitatrice : p. 1. / Francke
Entstehung
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efficitur, hane syllabarum iterationem operte modo, modo aperte per mentis humanae arti- ficium quoddam rerum naturam imitari. 1. 2.

Reliquum est, si quidem hoc longo prooemio, utpote in longioribus versanti vocibus, omnium rei propositae partium inchoaturi sumus mentionem, ut de syllabis aut literis, quae mediis insertae sint vocabulis, disseramus. Nec vero de Arabum plurali fracto, quem vocant, dicere in animo habeo, propterea quod providendum est, ne ipse frangam et defatigem animum tuum, sed visum mihi est ad graeci verbi genus medium oculos convertere- Prorsus enim assentior Curtio, qui has medii formas non arte compositas sed symbolice enatas putat. Nam quod exitus ⁴α, α, rcu activis*¹⁴ε,, za ita respondent, ut in illis

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ſtärkten, wo ſie ſich findet, auf einer feinen geiſtigen Unterſcheidung der Bedeutungen beru'e. In den ſlawiſchen Sprachen finden wir mit wunderbarer Feinheit den Unterſchied zwiſchen der dauernden und der momentanen Handlung in dem Unterſchiede der verba qurativa und singularia ausgedrückt; nesu heißt auf böhmiſch: ich trage, wenn von einem einmaligen Tragen die Rede iſt, nosim ich trage, wenn es ſo viel bedeutet, alsich pflege an mir zu haben, z. B. ein Kleid, ein Unterſchied, der durch die iterativen Formen ſich noch ſteigert. So weuig aber wie im Sla⸗ wiſchen jedes Verbum doppelte Formen erzeugt hat, ſo wenig iſt dies im Griechiſchen und Sanscrit der Fall. Viele Verba ſind nämlich nicht geeignet, jenen Unterſchied an ſich darzuſtellen. Sie drücken durch ihren Begriff eine

Handlung von längerem Verlaufe aus, die ſich ſingulär gar nicht denken läßt, z. B.»u. Das Austheilen, Zutheilen

iſt eine Handlung, die nur in einer gewiſſen Breite ſtattfinden kann; daher bedarf es gar nicht einer beſonderen Be⸗ zeichnung des Durativums und gehört der erſten Klaſſe an; ebenſo Teyo mit der Grundvorſtellunganeinanderreihen⸗ Gyο Aέ̈νν, εƷτυ εέeνο⁴μαασα, νoνα, doxo(bin der Erſte, F42, 24124 04. Den Gegenſatz zu dieſen Verben bilden nun diejenigen, deren Stamm an ſich eine ſinguläre Handlung bezeichnet, wie 1a8, daher zaei ergreifen, faſſen, 44 zei fortraffen, rux ruzeiy treffen, ie*eεοϑα erreichen, eoοα inne werden, uy gpoyeiy entfliehen(urſpr. aus⸗ biegen), Za4 Salei⸗ werfen. Das Sprachgefühl ſcheint empfunden zu haben, daß ſolche Handlungen nur fixirt werden konnten, indem ſie ſich etwas veränderten; das Faſſen als gegenwärtig und noch dauernd ausgeſagt wird zum Nehmen; es kommt dadurch etwas in die Bedeutung des Wortes hinein, was des beſonderen Ausdruckes bedarf. Wir können in vielen Fällen ſagen etwas Schwellendes; ſo würde es alſo kommen, daß zaußcven nehmen, zuyxave gerathen (Od. 14, 231 zæt uoο αϑα ruyxars md), kryεοαιν Zoanlangen, yndoxezy erkennen, atgei weguehmen, ννεέμι fliehen, 5aνιen anhaltend werfen bedeutet. Vielleicht dürfen wir noch weiter gehen. Die Mannmgfaltigkeit der Prä⸗ ſensverſtärkungen ſcheint darauf hinzudeuten, daß das Verhältniß der raſch vorüberrauſchenden und der dauernden Handlung in verſchiedenartiger Weiſe aufgefaßt wurde. Die Sache wird am deutlichſten, wenn wir doppelte Prä⸗ ſensbildung an einem und demſelben Stamme wahrnehmen, als zwx½: ropxdre, 14u½6, riruνονασνασ³; die erſtere Form hat offenbar am meiſten von der Bezeichnung deſſen, was wir das Schwellende nannten, in der zweiten iſt die in⸗ tranſitive Bedeutung, fertig ſein, in die tranſitive, verfertigen, umgeſprungen, eine Verwandlung, die zwar mit dem Verhaͤltniß der Zeitdauer nichts zu ſchaffen hat, ſich aber an mehrere Präſensverſtärkungen anſchließt. In Bezug auf die Dauer der Handlung iſt reuzo am meiſten wirklich durativ, es ſcheint gleichſam den immer fortgeſetzten Verſuch des Treffens zu bezeichnen, der in dem fleißigen ſorgſamen Bereiten liegt z. B. uty Tgaidros zdus re⁴νον. Die dritte Form hat doppelte Bedeutung:. Jl. 21, 342: ℳαο εο ϑς ιιιοινεκι Sεοσeσν⁴⁶α zo kommt es dem reuzo nahe und heißt ungefähr ſo viel wieſtiftete an, ſonſt heißt ririoxso9a zielen und iſt eine Art Deſidera⸗ tivum von zuxen, zu dem es ſich verhält wie 4 00,06062, zu d4 0. Nehmen wir die Klaſſe der naſal ver⸗ ſtärkenden Verba, ſo wird ſich die Bedeutung der anſchwellenden Handlung bei vielen erkennen laſſen, z. B. bei 1aT xdre, erlange, aærdere, SAaordrd, aloodeοα, dnerdderuα, adsdr, 6 ⁄1⁴ι σα⁴φeε½ν TrAο, νιινο, 2d,u (vgl. 2zauo bei Homer: verfertigte); wobei nicht zu überſehen, daß viele dieſer Verba im Präſens erſt nach Homer in Aufnahme kamen. Sollen wir aber über die urſprüngliche Bedeutung der Reduplication im Präſensſtamme eine Vermuthung äußern, ſo würde ſie etwa die durch die Wiederholung der Handlung bewirkte Dauer bezeichnen, was für einige Verba vortrefflich paßt, namentlich 2791, d00ν,mtun, ninre(vgl. nerouat lat. peto). Die Reduplication in Verbindung mit dem inchoativen würde dann etwa, wie ini yed-arον, me-=nd- uo, u⁴μνννισνν, r1X2να, d dod-er, dm-a*ρꝙεt ναο, die durch die Wiederholung allmählich gelingende Handlung bezeichnen.

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