— 29—
auf Einlageverlust, unter Anlehnung an die Tarife der Allgem. Renten-Anstalt zu Stutt- gart, der Bad. Versorgungsanstalt und der Kaiser Wilhelm-Spende. Schlimbach.
5. Rechnen. 2 St. Einfache und zusammengesetzte Warenkalkulationen; Wechsel- Gold- und Sorten-Arbitrage. Repetition der Conticorrente. Monatlich eine häusliche oder Klassenarbeit zur Korrektur durch den Lehrer. Schlimbach.
6. Handelsrecht. 2 St. Art. 271 bis 336 des Allg. D. H. G.(nach Textausgabe mit Anmerkungen von F. Litthauer): Begriff der Handelsgeschäfte; allg. Bestimmungen über Handelsgeschfte; Abschliessung und Erfüllung der Handelsgeschäfte. Schlimbach.
7. Handelslehre und Buchführung. 2 St. Maſswesen; Wechsel und Anweisungen; Handelsgeschäfte(nach Röhrich's Handelswissenschaft).— Doppelte Buchführung; deutsche Handelskorrespondenz. Schlimbach.
8. Schönschreiben. 2 St. Deutsche und lateinische Kurrentschrift.— Rund- und andere Zierschriften. Morin.
5) Real-Obersecunda.(R. II. 1.) Ordinarius: Oberlehrer Dr. Valentin. I. Feligion. a) Evangelische. 2 St. Bibelkunde des Alten Testaments. Lektüre aus- gewaͤhlter Abschnitte aus den Geschichtsbüchern, Lehrbüchern und Propheten. Memorieren von Psalmen. Marx.
b) Katholische(seit Michaelis 1884). 2 St. Comb. mit I. 1. Erster bis achter Glaubens- artikel nach dem Limburger Katechismus. Kirchengeschichte bis Karl den Grossen nach dem Handbuch von König. Sehrbrock.
2. Deutsch. 3 St. Lesen: Lessings Laokoon und Hamburger Dramaturgie; Gedichte von Uhland und Platen. Wöchentlich wurden von je zwei Schülern Vorträge gehalten im Anschluss an die Privatlektüre der Dramen von Sophokles, Goethe und Schiller. Wöchentlich wurden von je zwei Schülern Gedichte gelernt und gesprochen. 4fsätze: 1. Was lehrt der Prolog des Philoktet des Sophokles für das Verständnis der Handlung? 2. Der tragische Konflikt in der Antigone des Sophokles. 3.„Die Elemente hassen das Gebild der Menschenhand“. 4. Die Laokoongruppe. 5. Ein von jedem Schüler zu wählendes Thema im Anschluss an Schillers„Jungfrau von Orleans“. 6. Ebenso im Anschluss an Lessings „Nathan der Weise“. 7. Quid sit futurum cras fuge quaerere. 8. Die Einführung der Künste in Deutschland durch die Religion im Anschluss an das Freskobild von Philipp Veit. 9. In wie weit sind wir berechtigt oder sogar verpflichtet die Zukunft zu erforschen? 10. Eine Erzählung im Anschluss an ein Bild von Lessing.
Valentin.
35. Latein. 5 St. Befestigung und Vertiefung der Formenlehre und der Syntax im Anschluss an die Exerzitien und an mündliche Ubungen. Wöchentlich wurde je eine Ex- temporale oder ein Exerzitium geschrieben. 2, zeitweilig 3 Stunden. Lesen: Livius XXI, 1— 28; Vergilius, Aen. II, 206— 233; 453— 804; III. 3, zeitweilig 2 Stunden.
Valentin.
4. Französisch. 2 St. Repetition der„Syntax und Formenlehre“ von Plötz. Wöchent- lich ein Extemporale oder ein Exerzitium. Nouvelle Grammaire française, Moduslehre, Artikel, Pronomen. Memorieren von Gedichten. Vorträge. Lektüre. Sommer: Corneille, Cid, Horace; Winter: Guillaume-le-Conquérant par Augustin Thierry. Hoburg.
5. Englisch. 3 St. Repetitionen, besonders der Syntax aus Sonnenburg's Grammatik.


