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Vergnügen folgen, wenn ihnen der Bericht über die Begründung einer Innung am hiesigen Orte oder selbst ein Jagdverpachtungs-Ausschreiben in städtischen Tagesblättern so viel Interesse erregt, dass sie den Zeitungsausschnitt zur Schule mitbringen, wenn sie zu ihren freien Vorträgen, sei es das mittelalterliche Zunftwesen, sei es die Geschichte der ost- indischen Kompagnie oder die Biographie Richard Cobdens wählen, so bekunden sie damit für die verschiedenartigsten Erscheinungen des wirtschaftlichen Lebens eine Teilnahme, die zu wecken uns die wichtigste Aufgabe scheint.
Wenn sonach aber der Volkswirtschaftsunterricht allgemeineren Bildungszwecken dient, warum sollte er nach wie vor auf die Fachschulen beschränkt bleiben? Die ökonomischen Verhältnisse bewegen die obersten, wie die untersten Kreise der Nation; sie beherrschen die Gegenwart mit einer Gewalt, die die ganze Welt wie in einem Zauber gefangen hält. Die Wissenschaft weiht ihr das ernsteste Bemühen; die Staatsgewalten widmen sich ihrem Dienst. Keine wichtigeren, keine mannigfaltigeren Probleme beschäftigen die Nationalver- tretung in ihren Beratungen, als die wirtschaftlichen und socialpolitischen; sie nehmen unter den neun Ministerien unseres Landes nicht weniger als vier in Anspruch; der leitende Staatsmann selbst hat Handel und Gewerbe zu seinem Ressort gewählt. Jeder Einzelne, welcher Stellung er auch angehöre, sieht sich zur Mitarbeit berufen. Solcher Sachlage gegenüber darf die Schule nicht die Hände in den Schoss legen; eine Reform des Unter- richtswesens wird über kurz oder lang auch diese Angelegenheit in Betracht zu ziehen haben. Die Schule wird zur Klärung und Regelung der schwebenden Fragen das ihrige beitragen, wenn sie die Jugend mit besserem Verständnis für dieselben in das Leben ent- lässt. Wohl ist es oft der Beruf der Schule gewesen, der Kultur bahnbrechend voran- zuschreiten und geistige Bedürfnisse zu wecken; aber auch indem sie den Anforderungen des Lebens lauscht und ihnen Rechnung trägt, erfüllt sie ihre hohe civilisatorische Mission.—
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