IV.
Welche Stellung mag ihm in Zukunft eingeräumt werden?
Ich begegne wohl keinen Zweifeln oder irgend einem be⸗ gründeten Widerſpruch, wenn ich hier ausſpreche, daß nach Lage der Sache einem Manne wie Eduard Mörike, dieſem innigſten und treueſten Freunde der Kinder und der Jugend, eine andere Stellung im deutſchen Unterrichte gebührt, als ihm ſeither eingeräumt worden iſt.
Indem ich darauf verzichte, einen für Schulzwecke geeigneten Lebensabriß nebſt einer kurzen Charakteriſtik ſeiner Werke hier formuliert vorzulegen— das muß m. E. jedem Verfaſſer der⸗ artiger Bücher überlaſſen bleiben—, möchte ich doch eine Vor⸗ arbeit für die Bearbeiter der deutſchen Leſebücher bringen, die vielleicht nicht wenigen willkommen iſt; ich meine die Zuſammen⸗ ſtellung der Stücke, die nach meinem Dafürhalten in die deutſchen Leſebücher für höhere Schulen aufgenommen werden können.
Zweckmäßig erſcheint mir bei einer ſolchen Auswahl die Teilung in drei Gruppen.
Die 1. Gruppe ſoll die Stücke bezeichnen, die bis einſchließlich Quarta(ev. zum Teil auch Vorſchule), die 2. die für Unter⸗ Tertia bis einſchließlich Unter⸗Sekunda, die 3. die für die drei oberen Klaſſen geeignet erſcheinen. Für die gedruckten Stücke verweiſe ich auf die Gedichtſammlung bezw. die Geſamtausgabe,


