Aufsatz 
Robert Boyle : ein christlicher Natur- und Schriftforscher / dargestellt von Karl Fischer
Entstehung
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gemäße Frömmigkeit; 2. die eigene Erfahrung ceröffnet den Einblick in die Vorzüge, die hohe Befriedigung und Vorteile der chriſtlichen Gnadengaben. 3. die perſönliche Erfahrung überführt den Gläubigen von den Uebeln, die ein unchriſtliches Leben mit ſich führt; 4. die Erfahrung beweiſt dem Gläubigen die praktiſche Möglichkeit, die chriſtlichen Pflichten und Funktionen durch Gottes Hilfe zu verrichten; 5. eigene und fremde Er fahrungen nötigen dem zuzuſtimmen, was die heil. Schrift von dem guten und ſchlimmen Zuſtand der Frömmigkeit und Gottloſigkeit lehrt; 6. aufmerkſame Beobachtungen überzeugen von der Eitelkeit dieſer Welt und ihrer Unzulänglichkeit, be ſonders der ſündhaften Beſchäftigungen. Bei den meiſten Ab⸗ ſchnitten hat er treffende Einzelheiten als Aphorismen hin zugefügt.

Kurz vorher hatte er eine Abhandlung über die letzten Urſachen der Dinge veröffentlicht([V, 515 ff). Zunächſt bejaht er die Frage, ob ein Naturforſcher dieſe Urſachen er kennen kann, er unterſucht ſodann nicht bloß im Allgemeinen, ob es Endurſachen im Rahmen der naturviſſenſchaftlichen Erkenntnis gäbe, ſondern auch, ob wir ſie in allen Arten von Körpern erkennen können, oder in einigen, die dazu beſonders geeignet ſind; ſowie ob und in welchem Sinn das Wirken auf Endzwecke hin lebloſen Körpern zugeſprochen werden kann; zuletzt, in wiefern und mit welchen Bürgſchaften Schlüſſe auf die Annahme von Endurſachen gebaut werden dürfen. Alle Ergebniſſe laufen auf ſeine chriſtliche Ueberzeugung hinaus, die er mit umfaſſender Naturkenntnis und hiſtoriſch-theologiſcher Gelehrſamkeit geltend macht. In einem Anhang über ge ſchwächtes Augenlicht(IV, 557 ff) zeigt er, wie gerade der Bau und die Funktionen des Auges, als des feinſten animaliſchen Organs, am beſten geeignet ſeien, die Weisheit Gottes als des Urhebers aller Dinge zu erweiſen.

Beſonders eigentümlich ſind ihm die gelegentlichen Betrachtungen über einige Gegenſtände(II, 138 226) ſeiner geliebten Schweſter Katharina hier Sophronia ge