Aufsatz 
Festschrift des Großherzogl. Gymnasiums in Karlsruhe zu den Jubiläumsfeierlichkeiten im September 1906
Entstehung
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Über die Einzelposten der zuletzt genannten Summe, die Baden-Baden schon bis Mitte März 17341,) also noch vor der Einnahme der Linie, ausgegeben hatte, sind wir dank dem reichlich fließenden archivalischen Material gut unterrichtet.

Die Ausgaben für die täglich gestellten 1250, später bis auf 1700 Mann angewachsenen 1700 Schanzarbeiter beliefen sich auf 31191 Guld. 30 Kr.

Zu obgedachtem Eittlinger-Schantzweesen sind bis 15. Martii 1734 6418 Fuhren gestellet worden/ wofür der Hochlöbl.-Schwäbische Creyß/ jede mit 1 fl. 36 Kr. verguten lassen/ weilen nun der Unterthan selbsten über 2 fl. bezahlen müssen/ so will man allein bey dem Reichs-Tax verbleiben/ und die weitere 24. Kr. hier anrechnen mit: 2567 fl. 12 Kr.

Der Hohen Kayserlichen Generalitaet, denen Herren Staabs- und Oberofficiers, auch auf die Wachten und Lazarethen hat gelifferet werden müssen 4828 Klaffter Brenn- holtz/ 1602. Pfund Lichter/ und 816. Pfund Öhl/ das macht zu Respective 1 fl. item 12. Kr. und 10. Kr. in Geld aus 5284 fl. 24 Kr.

Zu der Ettlinger Linien-Arbeit/ sind an Holtz-Werck und Faschinen(zumahlen gantze Wälder ausgehauen worden,) bis 11. Martii sowohl zur Linie/ Redouten und Scar- taquen,.... gefällt und verbraucht/ als auch zum Verhack oder Gefäll niedergehauen /_ und Eydlich taxirt worden /[..... 163617 fl. 35 Kr. ,.. ohne die gäntzliche Verwüstung der Waldungen/ welche der ohnparteyischen Taxation nach auf 4. Generationes hinaus nicht mehr in vorigen Stand kommen werden.

Die Angaben des den Waldschaden betreffenden Postens beruhen auf ausführlichen Berichten des Forstpersonals, die ein düsteres Bild von den in den Wäldern angerichteten Verheerungen entwerfen. Nur einige Stellen seien angeführt.

Oberjäger Bartholomäus Lumpp von Ettlingen klagt:In der Mörscher Hardt ist von denen Zimmerleuthen zum Schliessen zu Grünwinckel/ und zum steinern Brückel/ lauter das schönste Eichen-Holtz/ das Holländer grosse Ruthen gegeben hätte/ gehauen worden 460 Stämm. Item habe ich zu Schalen/ Schwellen/ Pfetten und dergleichen/ Aichen Schneid-Holtz gezeichnet mit 733 Stämm. Im Forchheimer Wald /haben die Grünwinckler Zimmerleuth die schönsten Aichen zu grossen Schliessen herausgehauen.. In der alten Linien ausser am steinern Brückl im Mörscher Wald seynd zum Verhack und Faschinen/ Pfähl und dergleichen gehauen worden/ auf wenigstens 2500 Schenckels dicke Eichen, 150000 Arms dicke Stangen, 90000 Faschinen.

Der Daxlander Jäger Philipp Jakob Kohlmann berichtet unter anderm:Der Bulacher Bann-Wald ist ganz umgehauen worden/ und kan die sichere Zahl nicht eigentlich angesetzt werden/ wie viel gute Bäum darinnen gewesen.

Der Jäger Heinrich Präg von Bulach meldet:daß also genannte Härtel?)... ist mehrentheils gantz abgehauen/ und zum Verhack/ Stickel und Faschinen gebraucht worden/ und ob es schon nicht richtig gezühlet kan werden/ so schätz es doch wenigstens auf 8200 Schenkel-dicke junge Eichen/ 8100 Armbs dicke Stangen/ 420000 Faschinen, 3000 Klaffter Holtz. Ein gewisses Lokalinteresse kann folgender Passus desselben Berichtes erwecken:Im Beyertheimer Sommer-Strich ist von denen Soldaten aus Karls- ruhe zusammen gehauen/ und verbrennt worden/ 319 Stamm Eichen.

!) Die weiteren bis zum 4. Mai entstandenen Ausgaben wurden zurückgestellt. 2) Nördlich der Ettlinger Schießstände und östlich von Scheibenhardt.