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linie bei Werk Nr. 12:und 13 auf dem Roßkopfe bei Freiburg, worauf dann auch diese Festung eingeschlossen und bestürmt wurde. Nach heldenmütiger Verteidigung kapitulierte der Kommandant, Feldmarschalleutnant Freiherr von Harsch, auf freien Abzug, der am 20. Oktober 1713 erfolgte.
Am 26. November fand‘zu Rastatt die erste Zusammenkunft der'beiderseitigen Heerführer behufs Eröffnung von Friedensverhandlungen statt, die im folgenden Jahre» zu den Friedensschlüssen von Rastatt und Baden führten.
Knapp zwanzig Jahre später war das deutsche Land am Oberrhein wiederum der Tummelplatz deutscher und: französischer. Heere.* Am: 1. Februar 1733 starb König August II. von Polen, Kurfürst von Sachsen. Eine Partei, von Rußland und Österreich unterstützt, stellte den Sohn des Verstorbenen, den neuen Kurfürsten Friedrich August II, von Sachsen, als Thronkandidaten auf. Die andere Partei, hingegen, hinter der Frankreich stand, war für die Wahl Stanislaus Lesczynskis, des Schwiegervaters Ludwigs XV... Das französische Geld brachte es denn auch dahin, daß bei der entscheidenden Wahl Stanis- laus mit großer Majorität zum ‚König von Polen ausgerufen wurde. Darauf rückten so- fort die Russen in,Polen ein, und auch ein oesterreichisches Korps setzte sich gegen die polnische Grenze in Bewegung. Unter dem Schutze dieser Macht wurde nun von einer kleinen Anzahl von Edelleuten der Kurfürst von Sachsen(12. Sept. 1733) zum König ge- wählt, Stanislaus mußte Polen verlassen. Damit war die Veranlassung zum polnischen Thronfolgekrieg gegeben. Am 10. Oktober 1733 erfolgte Frankreichs Kriegserklärung an Österreich und die Aufforderung an das Reich, sich neutral zu verhalten. Ohne indes eine Neutralitätserklärung des letzteren abzuwarten, eröffnete das wohlvorbereitete und mit Spanien und Sardinien verbündete Frankreich die Feindseligkeiten. Der Krieg wurde in Italien, an der. Mosel und am ‚Oberrhein geführt.
Schon am 12. Oktober überschritt Herzog von Berwick an der Spitze von 52000 Mann den Rhein und schloß Kehl ein. Dies, nur schwach besetzt, kapitulierte am 28. Oktober auf freien Abzug der Besatzung nach Ettlingen. Mit diesem Erfolge zufrieden, gingen. die Franzosen Mitte November wieder über den Rhein zurück, um im Elsaß Winter- quartiere zu beziehen. Jetzt erst nach. dem Abmarsch der Franzosen gegen Ende des, Jahres erschien ein kaiserliches Korps unter dem Herzog Ferdinand Albrecht von Braun- schweig-Bevern, von Pilsen bedächtig heranrückend, am Rhein. Wie im vergangenen Krieg besetzten die Deutschen(20.000 M.) die drei Postierungen von Säckingen bis Philipps- burg. Das Hauptkorps stand in der Ettlinger Linie, deren Ausbesserung und Erweiterung beschlossen wurde. Große Strecken der Linie, so im oberen Hardtwald und auf dem: rechten Flügel am Rheinhochgestade, wiesen in ihrer Anlage offenkundig taktische Mängel auf, insofern sie die Wasserläufe der Alb und des Malscher Grabens mit ihren sumpfigen Rändern im Rücken, statt in der Front hatten, ein Mißstand, der bei einem erfolgreichen feindlichen Angriff zu einem verlustreichen, schwer zu bewerkstelligenden Rückzug führen mußte. Derartige Erwägungen werden vermutlich dazu geführt haben, daß man die


