Aufsatz 
Quaestionum elegiacarum spec. I: De parodica Graecorum elegia
Entstehung
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er sich 5 Jahre hindurch der Philologie, Philosophie und Theologiec. Im November 1836 bestand er die theoretische Prüfung für ein Gymnasial-Lehramt, und im April 1837 wurde er zufolge einer Prüfung vor der theologischen Facultæt zu Marburg unter die Candidaten der evan- gelischen Theologie aufgeuommen. Im Sommer 1857 setzte er seine Studien zu Göttingen fort, und wurde nach Vertheidigung seiner Dissertation Exereitationum erodotearum spec. I. am 25 December von der philosophischen Facultæt zu Marburg als Doctor der Philosophie promovirt. Seit Michaelis 1357 begann er am Gymnasium zu Marburg sein Probejahr abzuhalten, wurde aber schon vor Ablauf desselben zur Aushilfe hierher geschickt. Im November v. J. bestand er vor der in Marburg versammelten Schulcommission für Gymnasial- Angelégenheiten die praktische Prüfung für die Fächer der Philologie, Geschichte und Religionslehre.

Theodor Gies, Sohn des Lehrers der Franzœsischen Sprache an der Realschule zu Hanau Dr. Gies, wurde daselbst am 28 Februar 1311 geboren, besuchte das dortige Gymnasium, welehes er 1313 verliefs, um sich auf den Universitæten zu Heidelberg, Göttingen und Marburg vorzugs- weise der Philologie und Geschichte zu widmen. Spæter war er Hauslehrer zu Grofsgerau bei Darmstadt, worauf er im December 1856 von der theoretischen Prüfungs-Commission zu Marburg als befœhigt zu einem Gymnasial-Lehramte erklart wurde. Nachdem er im Sommerhalbjahr 1357 bei dem hiesigen Gymnasium seine praktische Ausbildung zu einem Lehramte begonnen, bestand er den 29& 50 October v. J. vor der Schulcommission die praktische Prüfung für die Fächer der Geschichte, Geographie und Philologie.

Am 4 Februar wurde das Andenken an den Schöpfer des Deutschen Schulwesens Hrabanus Maurus und die von ihm unter Rarl dem Grofsen gestiftete Schule im Prüfungssal des Gymna- siums durch Vortræge und Gesänge gefeiert. Nach einem von allen Schülern gesungenen Choral hielt der Director folgendes Gebet:

TEir beugen unsre Kniee gegen den Fater unseres Herrn Jesu Christi, weleher ist der reehte VLater über alles was da Kinder heisst im Himmel und auf Erden, dass er uns nach dem Reichthum seiner Herrliehkeit dureh seinen Geist an dem inwendigen Menschen erstarken und Christum dureh den Glauben in unsern Herzen wolmen lasse, auf duss air, in Liebe eingeuwuerzelt und gegründet, begreifen mœgen mit allen Heiligen, welehes da sei die Breite und die Lünge und die Tiefe und die Hœhe, auch erkennen dass Christum lieb haben viel besser ist denn alles ILissen, auf dass wir erfüllet werden mit lauter Gottesfülle. Dem aber, der überschwenglich thuauu kann iber alles was wir bitten oder verstehen, nach der FKraft die da in uns wirket, dem sei Ehre in der Gemeine Jesu Christi zu aller Zeit von Euwigkeit zu Euigkeit.(Paul. Ephes. 5, 14 24.)

Wie einst die Jünger deines eingebornen Sohnes, himmlischer Vater, und die ersten Bekenner deines heiligen Wortes, so kommen auch wir vor dein Angesicht, um dich, der du bist ein Geist, anzubeten im Geiste und in der Wahrheit. Wir bitten dich in Demut, du wollest deine heilige Christliche Rirche samt allen ihren Lehrern und Dienern erfüllen mit dem Lichte der Wahrheit, mit der Rraft des Glaubens, mit dem Feuer der Liebe. Beschütze, allgütiger und allwaltender Gott, unser theures Vaterland, beschirme unsern geliebten Fürsten, den Begründer nnd Erhalter unserer gegenwärtigen Schulverfassnng. Wir bitten dich auch für den Pflanzgarten des Staates und der Rirche, zu dessen Rnechten du uns bestellet hast: erleuchte die uns geordnete Obrigkeit durch den Geist der Gerechtigkeit und durch das Licht der Weisheit zum Heil und Frommen aller die da arbeiten im Weinberge des IHerrn, Lehrender wie Lernender. Insonderheit bitten wir dich für diese Anstalt: breite aus die Flügel deiner Gnade und lafs dein Auge offenstehen über

dieses Haus Tag und Nacht; segne mit deinem reichsten Segen das tausendjæhrige Erbtheil des in-

dir verklærten Schul- und Rirchenlehrers Hrabanus Maurusz; erfülle uns seine spætesten Nach-