von Oſtern 1902 ab das Probejahr an den Pro⸗ gymnaſien zu Oberlahnſtein und Limburg abgeleiſtet hatte, wurde er Oſtern 1903 dem hieſigen Gymnaſium als wiſſenſchaftlicher Hilfslehrer überwieſen und Herbſt 1903 als Oberlehrer angeſtellt. Durch die Teilnahme an einem halbjährigen Lehrgang an der Kgl. Turn⸗ lehrerbildungsanſtalt erwarb er ſich Oſtern 1906 die Lehrbefähigung für Turnunterricht. Ein ſchweres Nervenleiden zwang ihn, bereits Oſtern 1911 in den Ruheſtand zu treten. Er lebte zuletzt in Dresden. Veröffentlichungen: 1. Verſuch einer philoſophiſchen Selektionstheorie. Diſſ. Jena 1896. 2. Richtlinien für das Neue Deutſche Turnen und die Neue Deutſche Gymnaſtik. 3. Ideale Körperbildung durch die Neue Deutſche Gymnaſtik. Beide im Verlag von Guſtav Lammers in München, o J.
23. 1905— 1914. Dr. phil. Wilhelm Hofmann, geboren den 20. Januar 1857 in St. Goarshauſen a. Rh., abſolvierte Oſtern 1875 das Gymnaſium zu Oldenburg i. Gr. und ſtudierte klaſſiſche Philo⸗ logie und Geſchichte an den Univerſitäten Jena, Berlin und Straßburg. Hier erwarb er März 1880 die pholoſophiſche Doktorwürde und beſtand am 16. Juli 1881 die Staatsprüfung. Nach Ableiſtung des Probejahres und halbjähriger Tätigkeit als Hilfslehrer am Gymnaſium in Wiesbaden, wurde er am 1. Mai 1833 als Gymnaſiallehrer am Real⸗ progymnaſium in Ems angeſtellt, wo er 1892 den Titel Oberlehrer und 1901 den Charakter als Pro⸗ feſſor erhielt. Oſtern 1905 trat er an die hieſige Anſtalt uüͤber, an der er bis Oſtern 1914 verblieb. Mit dieſem Zeitpunkt wurde er an das Gymnaſium in Wiesbaden verſetzt, wo er am 1. April 1922 in den Ruheſtand trat. Druckſchriften: 1. De iurandi apud Athenienses formulis. Diſſ. 1886. 2. Die An⸗ ſiedlung naſſauiſcher Koloniſten auf den ſüdpreußi⸗ Gütern des Erbprinzen Wilhelm von Oranien im Jahre 1799. Progr. Ems 1898.
24. 1911— 1921. Franz Ruſch, geboren den 31. Mai 1882 zu Berlin, beſtand Oſtern 1900 die Reifeprüffung am Kgl. Gymnaſium in Neuſtadt in Weſtpreußen und ſtudierte von da an in Greifswald Mathematik, Phyſik und Chemie. Am 3. März 1904 erwarb er daſelbſt das Lehramtszeugnis. Wäh⸗ rend des Seminar⸗ und Probejahres, die er an den Kgl. Realgymnaſien in Tilſit und Goldap ab⸗ leiſtete, verwaltete er Oberlehrerſtellen in Goldap und wurde Oſtern 1906 daſelbſt angeſtellt. Oſtern 1911 kam er an das hieſige Gymnaſium. Von März bis September 1915 war er als garniſondienſtfähig ins Kriegsheer eingezogen. Am 1. Oktober 1921 wurde er in den Ruheſtand verſetzt. Veröffentlichungen: 1. Himmelsbeobachtung mit bloßem Auge. Teub⸗ ners Schülerbibliothek, B. V, Leipzig 1911. 2. Winke für die Beobachtung des Himmels für Schulen und Liebhaber der Aſtronomie. Leipzig 1913. 3. Eine Reiſe durch den Weltraum. Turmverlag, Leipzig
1913. 4. Wie der Sterne Chor um die Sonne ſich ſtellt. Verlag Natur, Leipzig 1914. 5. Beobachtung des Himmels mit einfachen Inſtrumenten. Mathe⸗ matiſche Bibliothek von Dr. Lietzmann. 2. Aufl. Teubner 1919.
25. Seit 1901. Dr. phil. Eduard Alten⸗ burg, geboren den 13. Mai 1867 in Herrsfeld, beſuchte das Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt und er⸗ warb dort Oſtern 1885 das Reifezeugnis. Er wid⸗ mete ſich bis Winter 1890/91 an den Univerſitäten Marburg, Leipzig und Berlin dem Studium der klaſſiſchen Sprachen, der Geſchichte und Erdkunde, promovierte am 20. Oktober 1890 in Marburg zum Dr. phil. und beſtand am 28. Februar 1891 da⸗ ſelbſt die Staatsprüfung. Nachdem er das Semi⸗ nar⸗ und Probejahr an den Gymnaſien in Wies⸗ baden und Hanau abgeleiſtet und von 1. April 1893 bis 1. April 1894 der militäriſchen Dienſt⸗ pflicht genügt hatte, war er verſchiedene Male dem Gymnaſium in Hersfeld, zwiſchendurch dem Real⸗ progymnaſium in Biedenkopf, dem Wilhelmsgymna⸗ ſium in Kaſſel, dem Gymnaſium in Corbach und vom 1. Dezember 1896 dem Realprogymnaſium in Arolſen als wiſſenſchaftlicher Hilfslehrer zuge⸗ wieſen. Von hier wurde er am Herbſt 1901 als Oberlehrer an das hieſige Gymnaſium verſetzt; am 22. Dezember 1908 wurde ihm der Charakter als Profeſſor verliehen. Druckſchrift: Observationes in Silii Italici Punicorum et Italici Iliadis Latinae dictionem. Diſſ. 1890.
26. Seit 1903. Anton Bellgard, geboren den 14. Juni 1867 in Ems, beſtand Oſtern 1886 am ſtädt. Gymnaſium in Frankfurt a. M die Reifeprüfung, ſtudierte darauf bis Oſtern 1890 in Marburg und Bonn klaſſiſche und deutſche Philo⸗ logie und erwarb am 10. November 1893 in Mar⸗ burg das Lehramtsprüfungszeugnis. Nach Ableiſtung des Seminarjahres am Wilhelmsgymnaſium in Kaſſel und des Probejahres am ſtädt. Gymnaſium in Frankfurt war er von Herbſt 1896 bis Herbſt 1903 als wiſſenſchaftlicher Hilfslehrer am Goethegymna⸗ ſium, an der Muſterſchule, am Haſſel'ſchen Inſtitut, an der Wöhlerſchule, am Leſſinggymnaſium und zu⸗ letzt wieder an der Wöhlerſchule tätig. Herbſt 1903. trat er in das Lehrerkollegium des hieſigen Gymna⸗ ſiums als Oberlehrer ein. Am 12. Juli 1910 wurde ihm der Charakter als Profeſſor verliehen.
27. Seit 1906. Karl Bahmer, geboren den 25. November 1866 zu Frankfurt a. M., verließ Herbſt 1885 das Wöhlergymnaſium ſeiner Vaterſtadt mit dem Reifezeugnis und ſtudierte darauf in Mar⸗ burg, Berlin und Straßburg neuere Philologie. Von 1. Oktober 1894 bis dahin 1895 genügte er in Frankfurt a. M. ſeiner militäriſchen Dienſtpflicht. Bis zum Sommer 1901 war er im Privatſchuldienſt tätig. Am 16. Januar 1903 beſtand er in Marburg die Staatsprüfung. Nach Ableiſtung des Seminar⸗
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