I. Das römiſche Dieburg.
Hilfsmittel: Steiner, Altertümer und Geſchichte des Bachgaus, Aſchaffen⸗
burg 1821.
Corpus Inscriptionum Latinarum XIII, IIi.
Quartalblätter des Hiſtoriſchen Vereins für das Groß⸗ herzogtum Heſſen, N. F. I, Darmſtadt 1899.
Weſtdeutſche Zeitſchrift für Geſchichte und Kunſt, Jahrgang XIV, Trier 1895.
Henkelmann, Das Odenwälder Bauernhaus, Beilage zum Jahresberichte des Gymnaſiums zu Bensheim 1906.
Neujahrsblätter der Badiſchen Hiſtoriſchen Kommiſſion, 1905, Heidelberg.
Korreſpondenzblatt des Geſamtvereins 1904, 1906, 1907.
Schumacher, Die Erforſchung des römiſchen und vorrömiſchen Straßennetzes in Weſtdeutſchland(Sonderabdruck aus dem Berichte über die Fortſchritte der Römiſch⸗Germaniſchen Forſchung im Jahre 1906).
Schumacher, Aufgaben der Forſchung und Grabung in Süd⸗ weſtdeutſchland(Sonderabdruck aus der Mainzer Zeitſchrift B. II, 1907).
a) Die älteſte Beſiedelung unſerer Gegend.
In grauer Vorzeit, ehe der Neckar ſeinen Lauf durch die Bergſtraße und das Ried nach dem Maine hinlenkte und der Rhein an den Gebirgen bei Bingen einen tieferen Lauf erhielt, war die große Fläche in Starkenburg, die jetzt fruchtbares Acker⸗ land oder Sandboden iſt, ein weiter See, dem Rhein, Main und Neckar ihre Gewäſſer zuſchickten. Von einer noch älteren Welt zeugen jene merkwürdigen Verſteinerungen von rieſigen Tierkörpern, wie ſie die Gegenwart nicht mehr kennt. Noch während der Herrſchaft des Mammuts und des Höhlenbären wanderten die erſten Menſchen ins Land. Wer ſie waren, die ſich mit Fall⸗ gruben und Gift der gefährlichen, aber ſchwerfälligen Beſtien ent— ledigten und auch den harten Kampf mit elementaren Gewalten beſtehen mußten, iſt gänzlich unbekannt, dagegen lehren zahlloſe Bodenfunde, daß in der Stein⸗ wie in der Bronzezeit die Nord⸗ ſchweiz und Südweſtdeutſchland eine Zeitlang eine Kultur gemein⸗


