und die Privatſtunden angewieſen, da die Beſoldungen nicht pünktlich eingingen, wie denn Rector Mickelius im Jahre 1725 noch ſolche aus 1723 und 24 zu erhalten hat. 1733 erhält Cantor Zahn wegen ſeiner Bemühungen um die Muſik in der Stadtkirche von Seiten des Magiſtrats auf die 3 hohen Feſte allemal 2 Viertel Wein aus dem Rathskeller und 15 alb. für Weißbrod, nebſt einer Remuneration von 15 fl. aus der Nachmittagscollecte. 1708 ergeht eine fürſtl. Verordnung, daß die Wittwen der praeceptores am Paedagogium zu Darmſtadt ein Gnadenquartal, ohne beſonders ſuppliciren zu uüſſen, erhalten ſollen. 1752 beträgt die Beſoldung des Cantors 180 fl. Geld, 16 M. Korn, 9 M. Gerſte, 5 ½ Klafter Holz, freie Wohnung, Antheil am didactrum circa 45 fl., die Accidentien circa 90 fl., die Neujahrs⸗ und An⸗ gebinds⸗Accidentien circiter 10 fl. 1743 berichtet der Geh. Kanzliſt und Rechner des Dispoſitionsfonds, in Betreff einer Petition des Prorector Feigk, um Zulage von 15 fl. wegen Haltung der hebräiſchen Stunde, daß er ſich in dieſer Sache zu berichten gern hätte dispenſirt ſehen mögen, theils weil Supplicant ſein Schwager ſei, theils weil die Kaſſe mit Aſſignationen überwieſen ſei, er ſchlage aber vor, ob er etwa aus„denen 24 fl., welche durch Abſterben der Hauptmann Eulerin zu Arheilgen kürzlich vacant worden, conſolirt werden könne“. Wird vom Geh.Rath genehmigt. 1733 wird dem Cond. Theol. Hoffmann, da er neben ſeiner angenehmen conduite und guten studiis revenante dona didactica beſitzt, die 2. Colla⸗ borators⸗Stelle mit einem Gehalt von 50 fl. übertragen, welche auf des Buchdrucker Klugens Kalender⸗ Privilegium assigniret werden. Da ſich ſolches aber nur auf 20 fl. belaufe, demnach die übrigen 30 fl. biß dato keinen fundum haben, daher ſie ordentlich könnten gezahlt werden, ſo bittet H., ihm dieſe 30 fl. aus der Dispenſationskaſſe reichen zu laſſen. 1766 iſt die Rectorats⸗Beſoldung von dem Collector Münch angeſchlagen zu 683 fl., darunter Wohnung mit 75 fl. gerechnet, an Accidentien: Von der erſten und zweiten Claſſe muß jeder Schüler jährlich zahlen 1 fl. 15 alb., alſo 60 Schüler 90 fl., pro inscriptione der neuen Schüler von jedem 1 fl. 15 alb., mindeſtens 30 fl., pro exemptione der abgehenden von jedem 1 fl. 15 alb., jährlich wenigſtens 15 fl., für Neujahrsgeſchenk, ſowie auch auf den Namenstag kann jährlich wenigſtens gerechnet werden 60 fl., an Zählgeld von den jährlich eingehenden Chorgeldern, ſo ſich, wann der Chor in gutem Stand iſt, auf 600 und mehr Gulden belaufft, pro parte à 2 ½%= 15 fl. NB. Das Pedellen⸗ und Lichtergeld, ſo ein zeitiger Rector einnimbt, erträgt jährlich 60—70 fl., hiervon muß der Rector nach Abzug der Lichter auch die Pedellin jährlich zahlen und bleiben hiernach noch übrig 30— 40 fl.; von dieſem Ueberſchuß ſolle eigentlich die Bibliothek vermehrt werden. Auch könne der Rector noch jährlich 5 Kl. Holz verkaufen. 1796 ſind die Beſoldungen angeſchlagen(incl. der Naturalien): 1) der Director 763 fl., darunter 170 fl. an Didactrum, von jedem Schüler der beiden oberſten Claſſen halbjährlich 1 fl. 12 kr., mit dem wiewohl ganz willkürlichen Neujahrsgeſchenke, außerdem freie Wohnung und von dem Claſſenholz, was übrig bleibt, zu ſeinem Brand, endlich von jedem neu aufgenommenen Schüler 1 fl. 30 kr. Einſchreib⸗ geld; 2) der Prorector 711 fl., darunter 170 fl. an Didactrum und Neujahrsgeld, und freie Wohnung; 3) der Subrector 700 fl.,(kein Didactrum und keine freie Wohnung); 4) der Conrector 536 fl., darunter Accidentien aus den beiden unteren Claſſen(Didactrum von jedem Schüler 1 fl.) und Neujahr 158 fl.; 5) der Subconrector 490 fl., darunter Accidentien wie der Conrector, keine freie Wohnung; 6) Collaborator und Cantor 546 fl. 1820 betrug die Beſoldung des Prorector Sartorius 1780 fl. 44 kr., darunter Didactrum nach 10 jährigem Durchſchnitt 303 fl., Geſchenke nach demſelben Durchſchnitt 370 fl. 40 kr., freie Wohnung zu 200 fl. angeſchlagen; 1826 wird bei der Penſionirung des Director Zimmermann deſſen Beſoldung incl. Wohnung auf 2758 fl. liquidirt.
Das Budget des Gymnaſiums von 1823 zeigt als Einnahme 10,902 fl. 31 kr., als Ausgabe 10,536 fl. 33 kr. 1824 wurde das jährliche Lehrgeld von 4 fl. 48 kr. auf 15 fl. erhöht, ſo daß nunmehr das jährlich bezahlte Pedellengeld ſowie die gewöhnlichen Neujahrsgeſchenke wegfielen. Später betrug es 25 fl., 1870 36 fl., jetzt in den Oberklaſſen 84, in den unteren Klaſſen 72 Mark.


