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vorliegenden Gegenſtand her, wenn von früheren Vorſtellungen ſo we⸗ nige Spuren zurückgeblieben ſind, daß der Akt der Auffaſſung alsbald vorüber iſt und der Schüler deshalb zu andern Gegenſtänden über⸗ ſpringt. Dieſe Gründe ſind wohl zu unterſcheiden, indem der erſtere oft ein eben ſo günſtiges, als der letztere ein ungünſtiges Zeichen für die Befähigung des Schülers zu wiſſenſchaftlicher Bildung gibt. Nach dem Geſagten werden ſich die verſchiedenen Gründe auffinden laſſen, warum Schüler ſtill hinſehen und mit allen äußern Zeichen der Auf⸗ merkſamkeit daſitzen und doch den behandelten Gegenſtand nicht auf⸗ faſſen. Aber die Hauptſache, wodurch ſowohl dieſe Erſcheinung erklärt wird, als überhaupt das Wichtigſte, was der Lehrer hinſichtlich des Auffaſſungsvermögens zu unterſuchen hat, iſt deſſen Richtung. Es gibt nämlich eben ſo wenig ein allgemeines Vermögen dieſer Art, als irgend ein anderes gegenſtändlich allgemeines Seelenvermögen; d. h. ein Menſch kann eine Art von Gegenſtänden ſehr wohl auffaſſen, während ihm dieſes bei andern wenig oder gar nicht gelingt. Wenn deshalb von einer guten Auffaſſungsgabe die Rede iſt, ſo kann dieſes nur von einer gewiſſen Durchſchnittsſumme verſtanden werden. Man muß alſo zuerſt die Objecte auffinden, auf welche, theils durch die ſinnlichen Urver⸗ mögen beſtimmt, theils und beſonders durch Erziehung(durch frühere Eindrücke und Entwickelungen) gewöhnt, die Aufmerkſamkeit des Kin⸗ des ſich richtet. Wird der Gegenſtand nach Inhalt und Zeit zweck⸗ mäßig gewählt und eben ſo gelehrt, ſo muß bei dem Schüler Aufmerk⸗ ſamkeit ſtattfinden, wenn er überhaupt fähig iſt dieſen Gegenſtand auf⸗ zufaſſen, und um ſo mehr Aufmerkſamkeit, je fähiger für denſelben er entweder überhaupt oder nach dem Grade ſeiner jetzigen Geiſtesbildung iſt. In dieſer Beziehung verfehlen es Eltern und Lehrer ſehr oft, in⸗ dem ſie die Wirkung mit der Urſache verwechſeln, meinend, ein Kind werde einen Gegenſtand wohl auffaſſen, wenn es nur fleißig aufmerken wollte; wogegen ſich die Sache vielmehr ſo verhält, daß es an Auf⸗ merken nicht fehlen würde, wenn nur das Auffaſſen möglich wäre. Wir können deshalb auch annehmen, daß diejenigen Schüler, welche unter nicht ſehr ungünſtigen Verhältniſſen es an Aufmerkſamkeit im Allge⸗ meinen fehlen laſſen, dumme Schuͤler ſind. Man laſſe ſich hier nicht durch eine anſcheinende Lebhaftigkeit täuſchen, welche eben ſo wenig ein Zeichen von Geiſteskraft iſt, als das Zittern und Schlänkern eines


