Döy, uerd und να bei den Nachhomerischen Epikern.
Es war meine Absicht, die Abhandlungen von 1874 und 1876 durch eine dritte zu ver- binden, in welcher der Dichtergebrauch in Bezug auf die mit bedeutenden Präpositionen mit Ausschluss des Homer und Euripides behandelt würde. Ich hätte gern wenigstens die Elegiker, Gnomiker und Epigrammatiker mitumfasst, da sie eine dem Epos verwandte Gattung bilden. Allein da die Untersuchung über die Epiker mich in grosse chronologisch-litterargeschichtliche Schwierigkeiten verwickelte und da anderseits manche Erscheinungen auf diesem Gebiete, die wenig bekannt sind, einer genaueren Besprechung werth zu sein schienen, so wurden Zeit und Raum zu eng, um mehr als die Nachhomerischen Epiker zu besprechen. Wenn mir noch so viel Leben vergönnt ist, denke ich bei andern Gelegenheiten das noch Fehlende nachzuholen; es ist dabei nicht so sehr der Gebrauch der übrigen Dichter als vielmehr die Entwicklung des historischen Verlaufs desselben für die Prosaiker interessant, da manche nicht unwich- tige Echtheitsfrage dadurch von grammatischer Seite einen Beitrag zur Lösung erhält. Ich will die Musen und Chariten bitten, dass sie es mir noch vergönnen, diesen Beitrag zu liefern. Denn obwohl mancher Leser nicht glauben wird, dass Studien dieser Art etwas mit den Orcho- menischen Huldgöttinnen zu thun haben: für mich waren sie doch immer Gabe der Euphrosyne in doppeltem Sinne. Sie haben mich unter dem Zudrang vieler Armseligkeiten des täglichen Treibens erfrischt und erheitert, und es hat ihnen auch nur die„freundliche Nacht“, ungestört von Berichten und Frequenztabellen, das Dasein gegeben. Darum halte ich es mit Phokylides
vvxrêg Souleuelv, vuxrdg e e u dνοοσι*πσωυνι ν dosriν οέινμιέμν εσνπιανπ.
Kapitel I. Die Voralexandrinischen Epiker nach Homer.
§ 1. Hesiod.
Bei Hesiod sind duy und derd c. dat.(jenes 14, dieses 15 mal) wie bei Homer Prä- positionen von mittlerer Frequenz(Ende der 4. Stufe¹)). Doch findet sich in der Aoxts nur ein Bsp. von àerd c. dat. und zwar in dem älteren Theile v. 28. Dagegen ist das Casus- adverb ãuα(6mal) bedeutend seltner(Homer Anfang der 5., Hesiod Anfang der 6. Stufe). Die
¹) Abh. vdn 1874, p. 23 f. 1*


