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leitete er ein Jahr lang eine Knaben- und Mädchenſchule in Mengeringhauſen bei Arolſen, trat Oſtern 1851, nach Ablauf des erhaltenen Urlaubs, bei dem Gymnaſium zu Hersfeld, welchem er durch Allerhöchſte Entſchließung vom 10. Juni 1850 als Practicant zugewieſen worden war, ſein Probejahr an und kehrte nach Beſtehung desſelben in ſeine Vaterſtadt zurück.
Einen empfindlichen Verluſt hat das Lehrercollegium und mit ihm die geſammte Anſtalt durch die am 10. September v. J. erfolgte Ernennung des bisherigen Gymnaſilldirectors Dr. Carl Friedrich Weber zum ordentlichen Profeſſor der claſſiſchen Philologie in der philoſophiſchen Facultät der Landesuniverſität erlitten. Derſelbe war, bei der im Jahre 1835 vorgenommenen Reorganiſation der hieſigen Gelehrtenſchule aus dem Auslande berufen, zum Director des Gymnaſiums dahier ernannt worden(ſ. Programm von 1836) und hatte dasſelbe ſeit jener Zeit mit treuer Gewiſſenhaftigkeit, unermüdeter Thätigkeit und ſelbſtverläugnender Aufopferung geleitet. Sein edler und biederer Character, ſeine conſequent ſtrenge und doch herzliche Behandlung der Schüler hatten ihm die Verehrung und Liebe ſowohl ſeiner Mitlehrer als der Zöglinge unſerer Anſtalt erworben, wovon er bei ſeinem Scheiden ungeheuchelte Beweiſe empfing..
Die Lehrer überreichten ihm bei dieſer Gelegenheit zum Andenken die Geſammtausgabe der Attiſchen Redner von Baiter und Sauppe mit der Zueignung:
Viro clarissimo humanissimo excellentissimo Carolo Friderico Webero, quum a scholastica disciplina Gymnasiique moderatione
ad majora Academiae munia decederet, hunc librum eloquentiae Atticae reliquias complectentem et venerabundi gratique animi sui esse testimonium, et procul usque renovare temporis conjunctissime peracti memoriam voluerunt Gymnasii Cassellani collegae. und dem Motto: Aòôs dlipn ve;ily z.
Die Primaner übergaben ihm einen ſilbernen Pokal mit der Auſſchrift: Sis licet felix, ubicumque mavis, Et memor nostri.
Von den Oberſecundanern erhielt er einen goldenen Siegelring. Auch die im vorjährigen Programme erwähnten Gymnaſialpracticanten Guſtav Schim⸗
melpfeng und Otto Witzel verließen uns, nachdem ſie ihr Probejahr beſtanden; der erſtere nahm eine Hauslehrerſtelle an und tritt mit dem Anfange des nächſten Semeſters als beauf⸗


