Aufsatz 
Über die "Erziehung zur Freiheit"
Entstehung
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5. Franzöſiſch. Die Lehre vom Konjunctiv, dem Participium, dem Artikel und dem Ad⸗ jectivum. Einzelnes über die Adverbien und Vergleichungswörter mit entſprechenden Übungen im überſetzen nach Plötz Schulgr. L. 50 69. Alle 14 Tage eine ſchriftliche häusliche Arbeit oder ein Extemporale. Geleſen wurde: Sandeau, Mademoiselle de la Seigliere. 2 St. Dr. Marx.

6. Hebräiſch. Die Formenlehre; ſpeziell die Lehre vom Verbum, nach der Grammatik von Seffer. 2 St. Eyſert.

7. Geſchichte und Geographie. Geſchichte der Römer nach Pütz. Geographie der außer⸗ europäiſchen Erdteile nach Daniels Leitfaden. 3 St. Schmitz.

8. Mathematik. Wiederholung des Penſums der Unterſekunda. Algebra: Gleichungen II. Grades mit einer und mehreren Unbekannten, angeſetzt und nicht angeſetzt. Potenzen und Wurzeln; Logarithmen; arithmetiſche und geometriſche Reihen; Zinſeszins⸗, Renten⸗ und Amortiſationsrechnung nach Heis. Planimetrie: Proportionalität der Linien und Flächen bis zur Berechnung des Kreiſes incl., nebſt allen zugehörigen Konſtruktionsaufgaben nach Focke und Kraß. Trigonometrie vollſtändig bis zum Schluſſe nebſt allen zugehörigen Aufgaben nach Focke und Kraß. Alle vier Wochen eine ſchrift liche Arbeit. 4 St. Prof. H. Breuer.

9. Phyſik. Wiederholung des Penſums der Unterſekunda; Magnetismus und Elektricität: Akuſtik. Koppe. 2 St. Prof. H. Breuer.

Unterſekunda. (Ordinarius: Gymnaſiallehrer Lückenbach.)

1. Religionslehre. a) Katholiſche: Die Geſchichte der göttlichen Offenbarung, nach Drehers Lehrbuch. 2 St. Eyſert. b) Evangeliſche:(comb. mit Ober⸗ und Untertertia.) In der Bibel⸗ kunde: die Bücher des neuen Teſtaments nach Inhalt und Zuſammenhang. Das Evangelium Lucas geleſen und erklärt. Im Katechismus: Frage 108 121. Das Gebet des Herrn. Memorieren einiger Kirchenlieder. 2 St. Weckerling.

2. Deutſch. Stiliſtik und Poetik nach Buſchmanns Abriß. Dispoſitionsübungen. Geleſen wurden: Schillers Balladen, Wilhelm Tell, Goethes Hermann und Dorothea. Aunfaatzthemata: 1) Meine Ferien. 2) Die Bürgſchaft(Inhaltsangabe). 3) Welche Eigenſchaften treten an dem Ritter in Schillers Kampf mit dem Drachen hervor? 4) Eine Begebenheit aus dem Leben des Grafen Rudolf von Habsburg (Klaſſenaufſatz). 5) Welche Gegenſätze in der Geſchichte des Menſchen zeigt unsdas Siegesfeſt von Schiller? 6) Die Elemente haſſen das Gebild der Menſchenhand.(Klaſſenaufſatz). 7) Es wird Krieg. 8) Siegfrieds Kampf

mit den Sachſen. 9) Welchen Zweck erfüllt der 3. Geſang von Hermann und Dorothea in der Skonomie des Stückes?(Klaſſenaufſatz). 10) Weßhalb gefällt uns gerade der 4. Geſang von Hermann und Dorothea ſo gut?

Monatlich ein häuslicher oder Klaſſenaufſatz. Repetitionen auswendig gelernter Gedichte. 2 St. Bis November 1888: Stemmler, von da ab: Schmitt.

3. Latein. Repetitionen der wichtigeren Abſchnitte aus der Syntax nach Seyfferts Gram⸗ matik. Einübung derſelben durch Überſetzen der entſprechenden Übungsſtücke aus Oſtermanns Übungs⸗ buche für Tertia; wöchentlich abwechſelnd eine ſchriftliche häusliche oder Klaſſenarbeit. 3 St. Ge⸗ leſen wurden Ciceros vier Katilinariſche Reden, Livius XXI 130. 3 St. Vergil Aen. J u. II; I 180 memoriert. 2 St. Lückenbach.

4. Griechiſch. Repetitionen aus der Formenlehre, namentlich der unregelmäßigen Verba. Aus der Syntax die Kaſuslehre und die wichtigſten Regeln aus der Moduslehre. Wöchentlich ab⸗ wechſelnd eine ſchriftliche häusliche oder Klaſſenarbeit. 2 St. Geleſen wurde Xenoph. Anab. III, IV, V, 1. 3 St. Hom. Od. I, V, VI, VII; geeignete Stellen wurden memoriert. 2 St. Lückenbach.