Aufsatz 
Über die Methode und die Grundlagen der Arristotelischen Ethik
Entstehung
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und staatlichen Behörden eingereicht. Hierbei hat er vornehmlich folgende vier Gesichts- punkte in's Auge gefasst:

1) Hebung des mathematisch- naturwissenschaftlichen Unterrichts;

2) Trennung beider überfüllter Oberelassen;

3) Zurückführung des abnormen 10jährigen Cursus auf den normalen 9jährigen (Einziehung der Septima);

4) Gleichförmigkeit des Frankfurter Lehrplans mit dem allgemeinen Gymnasial- Lehrplan der gesammten Monarchie(Wiese, Verordnungen und Gesetze I, 33), doch nur insoweit, als gewisse traditionelle Vorzüge des Frankfurter Lehrplans dabei gewahrt werden können.

Mit diesen allgemeinen Andeutungen begnüge ich mich vorerst, indem ich eine weitere Ausführung und Begründung dem nächsten Programme vorbehalte. Hoffentlich wird bis dahin, durch die gütige Unterstützung der Hochlöblichen Behörden, die neue Organisation, soweit es im Augenblick möglich ist, in's Leben getreten sein. Für's Erste brauchen wir dazu nur einen Hilfsunterricht in den mathematisch-natur- wissenschaftlichen Fächern und im Rechnen.

Was die Maturitätsprüfung betrifft, so hält der Unterzeichnete an seiner frühern Ansicht fest und findet sie durch seine im Mai 1869 gemachten Erfahrungen mehr bestätigt als widerlegt, dass die bisherige hiesige Form sehr bestimmte Vorzüge vor dem altländischen Reglement hat. Er hat sich also, da vom Königlichen Provinzial- Schulcollegium unter dem 26. Januar 1870 verfügt worden ist, dass zu Ostern 1871 das altländische Reglement bei uns eingeführt werden solle, am 14. Februar an Se. Excellenz den Herrn Unterrichtsminister mit der Bitte gewandt, dass wir unsre jetzige Art behalten mögen, event. dass uns bis zur Einführung der neuen Ordnung eine längere Frist(etwa von 4 Jahren) gewährt werden möge, damit wenigstens die vorhin bespro- chenen Aenderungen des Lehrplanes erst sich in ihren wohlthätigen Folgen geltend machen können und eine plötzliche Unterbrechung des Lehrganges vermieden werde.

Der seit Herbst 1868 eingeführte Studientag in Prima(. das vorjährige Programm S. 62 ff.) hat guten Fortgang gehabt. Für einige schwächere Schüler, denen es nicht leicht wurde, vier Stunden nach einander ohne Unterbrechung einer Arbeit zu widmen, schien es besser, eine Unterrichtsstunde dazwischenzulegen; deshalb wurden im Winter 1869 70 nur 3 Stunden zum Selbststudium verwendet. Ich gebe ein Verzeichniss des im Laufe dieses Schuljahres von den Primanern an dem Studientage Gelesenen(die