Aufsatz 
Über die Methode und die Grundlagen der Arristotelischen Ethik
Entstehung
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hält den Philosophen ab, bei dem bloss Zufälligen der Erscheinung stehen zu bleiben, es treibt ihn an jene ideale Natur zu ergründen, die sich erst dann vollkommen aus- prägt, wenn die Entwicklung vollendet ist, s. Pol. 1252 b 32: 5bGlς τε2ο⁹ς (oriνν olovdο εμναιοι‿eν ⁵τν rijsενεeᷣεν reAεσενεεειοσσ τaυτιννυν¶ρανννιννꝙτν£ρ εανα xdοτuν. So werden aus der idealen Natur des Menschen die Grundbegriffe der Glück- seligkeit, der Tugend u. s. w., so scharf bestimmt und so rein bis in die Einzeln- heiten durchgeführt, dass eine a priori construirende Ethik darin nicht mehr zu leisten vermöchte. Aber indem der Zweck ein sich in der Natur verwirklichender ist, so dass die gesammte Entwicklung ihm zustrebt, kann er nicht in einen unlös- baren Gegensatz zum Thatsächlichen gerathen. Der Philosoph kann daher auch das noch Mangelhafte verstehen und in dem Unzulänglichen, was die Erfahrung dar- bietet, Anknüpfungspunkte für sein Ideal finden. So kann er, um einige Beispiele anzuführen, neben der vollkommen sittlichen Tapferkeit noch fünf Nebenarten an- nehmen, von deren einer es 1117 a 4 heisst: guœou‿erdrn 0 SOlue", ¹) dud 10 dον etuαι, αe τποπσααονσσα πααοσεςοσν αα τ oO Sveᷣxe dvògeta etw, so wendet er bei der Freundschaft sein Interesse nicht bloss der vollkommnen, sondern auch den Neben- arten zu, 1157 a 32:do dyαeνν τι àνα d raurs, Gtdooò. Vor allem aber kann Aristoteles durch das Princip des innewohnenden Zweckes die Entwicklung des Men- schen verstehen, sowie die Bedeutung der Erziehung würdigen, s. Pol. 1337 a 2: rεᷣννν œ dεiα d ποοσεετοçν ‚oulerat zijg gudece dvdr2bν. Aristoteles hält also das Ideal in aller Reinheit fest, aber dabei vermag er auch die Bewegung zu ihm hin zu erklären, er versenkt seinen Blick tief in die Mannigfaltigkeit der Erfahrung, ohne dabei die Richtung auf das eine, Allen gemeinsame Ziel zu verlieren. Selbst von der Lust, bei der sich doch am meisten die Eigenthümlichkeit jedes Einzel- wesens geltend macht, meint er 1153 b 31: d ¾&α* dεᷣαοωνυσυν(mπ⁶οπνπν) oux olovraε ⁶ν ⁄ν σαevν α ijν aurio rdvra pdo göget Sxet α eεtov.

Fassen wir nun kurz das Gesammtresultat unserer Untersuchung über die Ari- stotelische Methode zusammen. Die teleologische Richtung, welche die gesammte Aristotelische Philosophie charakterisirt, leitet auch in der einzelnen Wissenschaft die Untersuchung, und insofern ruhen die Resultate derselben auf der allgemeinen

Weltanschauung des Denkers. Das eigentliche Gebiet des Forschens ist jedoch das