Aufsatz 
Studien zu Schillers Wallenstein. I
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Beweisen hat Max nicht glauben können, Wäallensteins eigener Aussage muß er glauben und muß sich zugleich von der Unerschütterlichkeit seines Entschlusses über- zeugen. Deshalb steht auch sein Entschluß fest. Er kommt zwar noch einmal, doch nicht zu bleiben sondern Abschied zunehmen; Eid und Pflicht gebieten es ihm. Er scheint zwar nochmals wankend zu werden«weiß nicht, was er soll» legt dann aber die Entscheidung in Theklas Hand, und Thekla kann nicht anders ent- scheiden, als Max längst entschieden hat. Und so vollzieht sich in diesem und dem folgenden 23. Auftritte nur die äußerliche Loslösung. Gerade aber die inner- liche Trennung Maxens von Wallenstein zu zeigen, war vom dramatisch-technischen Standpunkte unbedingt notwendig, sowohl für das tiefere Erfassen des Seelenlebens als auch des daraus hervorwachsenden Handelns des Herzogs: die Blume ist hinfort weg aus seinem Leben, das Ideale, soweit er überhaupt Anteil daran hatte, hat sich von ihm gewandt; das gibt seinem Empfinden eine noch viel starrere Richtung und Ent- schlossenheit, die besonders scharf nach der Kunde von Maxens Tode hervortritt(«Was nun schonen noch?»)

Dann aber ist die Loslösung Maxens von Wallenstein auch für die Handlung im ganzen insofern von Wichtigkeit, als, wie Bellermann sagt,«der Entschluß, den Max faßt, von der Art ist, daß dadurch eine letzte Hoffnung für Wallenstein vernichtet wird. Denn Max und die Pappenheimer sind von größter Bedeutung, sowohl als Masse, wie als Vorbild: Wallensteins Tat wäre(bei ihrem Bleiben) sofort im Bewußtsein vieler gehoben erschienen».