Aufsatz 
Die wichtigsten Grundregeln gesunder Lebensführung für die Jugend / von Dr. Karl Endemann, Direktor des Königl. Gymnasiums zu Dillenburg
Entstehung
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Die wichtigſten Grundregeln geſunder Tebensführung für die Augend.

I. Vorbemerkung.

Alle Weſen, Pflanzen, Tiere und Menſchen, haben beſtimmte Bedingungen für ihr Leben und ihre Geſundheit. Fehlen dieſe, ſo verkümmern ſie und gehen ſchließlich zu Grunde. Dieſe Be⸗ dingungen zu kennen und ſich nach ihnen zu richten, iſt alſo über⸗ aus wichtig. Körperliche und geiſtige Geſundheit hängen davon ab, und unendlich viele Menſchen verlieren Kraft und Leben nur darum, weil ſie ihnen unbekannt ſind. Freilich gibt es auch ſolche Toren und Leichtſinnige, die ſie kennen, aber nicht danach leben wollen. Dieſen, die Verbrecher ſind an ſich ſelbſt, iſt nicht zu helfen; ſie bilden den vielleicht unvermeidlichen Bruchteil der dem vorzeitigen Untergange Verfallenen; jenen aber kann, wenigſtens in den meiſten Fällen, geholfen werden.

Körperliche und geiſtige Geſundheit und Lebens⸗ kraft ſind die unerläßlichen Bedingungen zu Lebens⸗ glück und Lebenserfolg. Daher hat jeder die Pflicht gegen ſich ſelbſt, nach Geſundheit und Kraft zu ſtreben und ſie ſich zu erhalten. Die Pflege der Geſundheit iſt aber auch eine ſoziale Pflicht ernſter Art gegen die anderen Menſchen, unſere Nächſten, Familie und Vaterland. Leiſtungs- und arbeitsfähig ſind wir nur dann, wenn wir geſund ſind. Sind wir krank, beeinträchtigen wir leicht das Lebensglück der Nächſtſtehenden, die durch die Sorge für uns, durch Aufwendung von Zeit, Kraft und Geld in ihrem Wohle geſchädigt werden. Manche Familien gehen durch die Krankheit von Angehörigen zu Grunde.

Wert der Geſundheit.

Die Pflicht, ſich geſund zu erhalten.