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Herzens entzogen wird; und ein Volk, das sich nicht bewusst bleibt, durch welche Tugenden es gross und stark geworden, raubt sich selbst die Stützen seiner Macht. Wohl werden wir das Rad der Zeit nicht aufzuhalten vermögen, allein bei dem Bewusstsein der nahen Gefahr die Hände in den Schoss zu legen, wäre Verbrechen und pflichtwidrige Schwäche.
Es ist wahr: Gefühle ohne bestimmte Erkenntnis sind verwerflich, aber auch Erkenntnis ohne Gefühl ist wertlos. Darum soll unsere Jugend nicht nur richtig denken, sie soll auch richtig fühlen lernen. Ein klarer Verstand, ein starkes, aber für alle edlen Gefühle empfängliches Herz, verbunden mit einer gesunden Phantasie,— vergessen wir nicht diese mächtige Triebfeder des menschlichen Geistes— ein fester Wille, diese Eigenschaften in harmonischer Verbindung miteinander geben dem Menschen erst den wahren Geist, den wahren Charakter. Diese alte Wahrheit von neuem uns einzuprägen, dazu mögen diese Betrachtungen über jene grossen Hohenzollernfürsten dienen, deren Erziehungsgrundsätze wir auseinandergesetzt haben. Eine vernunftgemässe Ausbildung und Vertiefung des Gemütes, eine gesunde Kräftigung und Lenkung des Willens sei neben der Aus- bildung des Verstandes unser Losungswort für die Zukunft!
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Von den Büchern, die ich zum Zwecke meiner Arbeit zu Rate zog, will ich hier nur die- jenigen anführen, die mir die wesentlichsten Dienste geleistet haben. Das für mich wichtige Material fand ich namentlich in folgenden Werken:
L. von Ranke, Zwölf Bücher preussischer Geschichte.
L. von Orlich, Friedrich Wilhelm der Grosse Kurfürst. Berlin 1836.
L. von Orlich, Geschichte des, preuss. Staates im 17. Jahrhundert etc. Berlin 1838. 39. Fr. Förster, Friedrich Wilhelm I. König von Preussen. Potsdam 1834. 35.
F. Cramer, Zur Geschichte Friedrich Wilhelm I. und Friedrich II.
J. D. E. Preuss, Friedrich der Grosse. Eine Lebensgeschichte. Berlin 1832—34; neben diesem vortrefflichen Buche kommen auch desselben Verfassers kleinere Werke über Friedrich den Grossen in Betracht.
Das Material in betreff Friedrichs des Grossen findet sich vollständig zusammengestellt bei Jürgen Bona Meyer, Friedrichs des Grossen pädagogische Schriften und
Kusserungen.


