Aufsatz 
Beitrag zur Würdigung des Atheniensers Kleon
Entstehung
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definitiver Anſtellung beſtand und, als dieſe nicht gewährt wurde, uns nach einwöchentlicher Thätigkeit wieder verließ. Nicht viel glücklicher ſind wir mit ſeinem Nachfolger, Herrn Eugène Peſchier geweſen. Doch haben wir jetzt gegründete Ausſicht, die ſchwierige Aufgabe, einen in jeder Beziehung geeigneten Lehrer der neuern Sprachen dauernd zu gewinnen, in nächſter Zeit befriedigend zu löſen.

An der Wöhlerſchule machte die Eröffnung der Quarta, ſo wie die Theilung der Quinta und der zweiten Oberclaſſe mehrere neue Anſtellungen nöthig. Es traten proviſoriſch ein die Herren Dr. Neuendorf und Dr. Pauli, von welchen der erſtere zu Oſtern d. J. nach Wiesbaden zurückgeht, um dort eine Stelle am K. Realgymnaſium zu übernehmen. Wir haben ihn als einen treuen, gewiſſenhaften Mitarbeiter achten gelernt. In der einen Abtheilung der zweiten Vorbereitungsclaſſe übernahmen die Herren Rall aus Reutlingen und Trumpff von hier bis zum Herbſt vertretungsweiſe den Unterricht, während Herr Krug von hier, gleich⸗ falls vertretungsweiſe eine Reihe von Sing⸗, Schreibe⸗ und Zeichenſtunden übernahm. Dies letztere Proviſorium erreichte am 1. Juli 1872 durch Eintritt des definitiv angeſtellten Herrn Blecker ſein Ende.

Carl Blecker, wurde am 12. November 1836 zu Nordenſtadt in Naſſau geboren, be⸗ ſuchte 1853 56 das Seminar zu Uſingen, beſtand 1858 die Prüfung für das Volksſchullehrer⸗ Amt, und war eine Reihe von Jahren hindurch an ländlichen und ſtädtiſchen Schulen, zuletzt an der Realſchule in Biedenkopf thätig.

Im Herbſt traten die gleichfalls definitiv angeſtellten Lehrer, die Herren Knörk und Schulz ihr Amt an.

Friedrich Knörk wurde am 2. März 1844 zu Domeſen in Mecklenburg geboren, beſuchte 1861 64 das Seminar zu Oranienburg in der Mark, erwarb ſich dort das Lehrer⸗ zeugniß und war dann an der Stadtſchule zu Wittſtock und an mehreren Schulen, zuletzt am Gymnaſium in Brandenburg a. d. Havel als Elementar⸗, Zeichen⸗ und Turnlehrer thätig. Nach den beiden letzteren Richtungen hin vervollſtändigte er 1869 70 an der Centralturnanſtalt und in der Akademie der Künſte zu Berlin ſeine Ausbildung.

Zu beſonderer Freude gereicht es dem Unterzeichneten, hier noch erwähnen zu können, daß unſere bisherigen treuen Mitarbeiter, die Herren Gottwerth und Knieß II. nun auch unſeren Anſtalten definitiv und hoffentlich für immer gewonnen ſind, ſo wie, daß die Liberalität des Patronates den drohenden Verluſt zweier trefflichen Kräfte, der Herren Schlimbach an der Handelsſchule und Dr. Valentin an der Wöhlerſchule, abzuwenden wußte. Hoffentlich iſt der Zeitpunkt nicht mehr fern, in welchem die abgeſchloſſene Organiſation unſerer Anſtalten auch das Lehrercollegium definitiv conſolidiren und den immerhin ſtörenden Wechſel der Mitarbeiter auf das durch die Unbeſtändigkeit menſchlicher Dinge bedingte geringſte Maaß zurückführen wird.

Schließlich haben wir noch mit Bedauern zu melden, daß Herr Henry Franklin, ſeit Jahren als Lehrer des Engliſchen an der Handelsſchule um dieſe Anſtalt hoch verdient, zu Oſtern d. J. ausſcheidet, weil die geſteigerten Anforderungen der zahlreich beſuchten Klaſſen mit ſeiner ſonſtigen Thätigkeit(er gehört bekanntlich zu den geſuchteſten Sprachlehrern Frankfurts) nicht mehr vereinbar ſind. Wir werden ſeiner als eines wiſſenſchaftlich ausgezeichneten, treuen und liebenswürdigen Mitarbeiters ſtets in aufrichtiger Hochachtung gedenken.