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Es werden alſo hier die Fehler u und v in dem arithmetiſchen Mittel der vier Reſultate vollſtändig compenſirt.
Das Weſſen der Höhrwinhel.
§. 28. Der Höhenwinkel iſt jener Winkel, unter welchem die nach dem Signale gerichtete Are der Fernröhre gegen die durch die Drehungsaxe gelegte Horizontalebene geneigt iſt. Liegt dasſelbe oberhalb dieſer Ebene, ſo bezeichnet jener Winkel eine Elevation, welche durch das Zeichen+ angedeutet wird; im andern Falle, wenn das Signal unterhalb der Ebene liegt, erſcheint er als Depreſſion und wird durch das Zeichen— angedeutet.
Die Meſſung findet in folgender Weiſe ſtatt:
Man ſtelle den Theodoliten ſenkrecht über der Station auf und gebe dem Horizontalkreiſe eine horizontale Lage, verwende dabei aber die möglichſte Sorgfalt auf die genaue Einſtellung der am Höhenkreiſe befindlichen Röhrenlibelle; die Luftblaſe in derſelben muß ſowohl beim Beginne der Meſſung, als auch während der ganzen Dauer derſelben zwiſchen den correſpon⸗ direnden Theilungsſtrichen erhalten bleiben; kleinere Abweichungen, welche in Folge der Nach⸗ giebigkeit des Bodens bei der großen Empfindlichkeit dieſer Libelle faſt unvermeidlich ſind, werden vermittelſt der Stellſchrauben S ſofort corrigirt.— Die Beobachtung des Höhenwinkels beginne man mit jener Lage der Fernröhre, womit man bei Horizontalmeſſungen zu beginnen ſich angewöhnt hat. Zunächſt richte man die Fernröhre ſo, daß das Signal innerhalb der beiden Verticalfäden des Fadenkreuzes erſcheint, ſtelle den Noniuskreis des Horizontalkreiſes feſt und richte mit freier Hand die um die Arxe pp ſich jetzt drehende Fernröhre ſo, daß der einzuviſirende Punkt des Signals, welchen man ſich wohl bemerken muß, nahe in dem Hori⸗ zontalfaden des Fadenkreuzes geſehen wird, worauf man die Fernröhre mittelſt der Brems⸗ ſchraube v(Fig. 17) feſtſtellt und das genaue Einviſiren durch die Mikrometerſchraube w bewirkt. Auf das etwaige Vorhandenſein der Parallaxe muß natürlich Acht gegeben werden. Die Angabe der beiden Nonien wird nunmehr abgeleſen und in das Formular unter„I. Lage“ eingetragen.
Die Beobachtung des Winkels in der zweiten Lage findet nunmehr in der Weiſe ſtatt, daß man die Fernröhre umſchlägt, was zur Folge hat, daß der mit ihr verbundene Höhenkreis ebenfalls eine halbe Umdrehung macht, und unter Beobachtung der vorſtehend gegebenen Vor⸗ ſchriften, dieſelbe nach dem bemerkten Punkte des Signales richtet, wobei natürlich die beiden Nonien des Horizontalkreiſes eine halbe Umdrehung machen müſſen. Die nunmehr abzuleſende Angabe der beiden Nonien wird in das Formular unter„II. Lage“ eingetragen.
Die Berechnung des Höhenwinkels findet nach folgender Regel ſtatt:
Man ziehe die Einträge der erſten Lage von den correſpondirenden der zweiten Lage ab (wobei zur Vermeidung negativer Differenzen die Angabe der zweiten Lage erforderlichenfalls um 400 zu vermehren iſt), addire die Differenzen, theile die Summe durch 4 und ziehe den ſich ergebenden Betrag von 100 ab. Der Reſt gibt den Höhenwinkel als Elevation oder De⸗ preſſion, je nachdem derſelbe poſitiv oder negativ iſt.


