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„sei gesegnet, frohe Kunde, schönste Weihe dieser stunde! Glüht, o Wangen! Blicke, glänzet! Hände, schmücket, kränzet, kränzet!
sepaler: Glüht,‚ 0 Wangen! Blicke, glänzet! Hände, schmücket, kränzet, kränzet!
(Die Wichte haben die Girlande aufgenommen, winden sie um das Postament und lagern sich dann davor in malerischer Gruppe. Der 4. schüler tritt hinter die Büͤste und hält, hochstehend, den mitgebrachten Nranz über des Dichters Baupt. Der Alte steht links neben ihnt, die übrigen schüler zu beiden seiten der Bäste, den inneren Arm gegen das denkmal ausgestreckt).
sebaler: Bin ich würdig, dein Haupt zu kränzen? Dich zu nennen mit stammelndem Munde? Dankesjubel, Wünsche, schwirre Wogen mir aus Herzensgrunde.
Alle Blüten des jungen Lenzes,
Alle Blumen möcht' ich pflücken,
Um mit ihrem Farbeuprangen solchen sängers Haupt zu schmücken.
Aller Lieder Jubelchöre,
Aller Vöglein süße Weisen Möcht' ich einen auf den Lippen, Würdig deinen Ruhm zu preisen.
Alle Bläue in den Lüften
Alle strahlen, die da grüßen, Moöcht' sie fassen in die Hände Und um deine schläfe gießen.
Allen Wollen, allen sternen Möcht ich's lehren, möcht' ich's sagen, Daß sie deiner Ehren Fülle— In die Weltenferne tragen.
Doch nur Kränze darf ich winden
Und ein Wort nur kann ich finden, Wort des schwures, Wort der Weihe: indem er den Äranz auf die Büste sinken läßt)
„Dein auf immerdar in Treue!“


