z. schüler: Bergönnt anch mir des Preises schlichtes Wort, Das ich so gern mit tansend Zungen SPräche! Ein Hanch des Göiklichen, des Ewighohen Weht uns aus schillers sängermunde an. Nur seine sohlen haften an dem staub,
Doch mit dem Haupte rührt er an die Wolken Und horcht der Gottheit hehrem Donnerschritt. Und was er lauschte mit entzücktem Ohr, Laut schallt es uns von den Propheteulippen, Die Botschaft unsres göttlichen Berufs,
Den nicht des stoffes dumpfe Grenzen engen, Nicht Grabesmoder noch der Monde Gang.— Kaum fass' ich dieses Wortes hohen sinn Und ahnend nur durchzitterr's mir die seele: Doch gerne folg' ich seinem Führerwink, Denn anfwärts, aufwärts geht die Wolkenbahn, Dorthin, wo uns die ew'gen sterne leuchten. Wo über Erdenstaubes Lust und Qual Beseligend uns winkt— das Ideal.
Der Alte:(hat nut siets wachfender SPannung den schülern zugshört. Als der letzte geendet hat, bleiht er noch einen Augenblick starr stehen, dunn faßt er den ersten und zweiten schüler bei der Hand, zritt mit ihnen in die Mitte und SPricht in foierlichem Tone):
schau, o Genius, schan hernieder! Höre dieses Preises Töne!
segne, segne, segne dreifach Deines treuen Volkes söhne!
Darf ich's denken? Darf ich's hofien? Denke, hoff' ich's doch so gerne!
Ja, es leuchten eurem sinne
Noch die alten guten sterne!
Alte Treu ist nicht gestorben, Alte Lieb' ist neu erstanden, Der Begeist'rung heil'ge Flamme Lodert noch in deutschen Landen.


