Aufsatz 
Treu zu Schiller! Schülerfestspiel zum 9. Mai 1905
Entstehung
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srimhart:(verächtlich) 2 Nein, Menschenkind, das hast du schlecht gemacht! so kannst du unsre Freundschaft nicht gewinnen. Wir haben keinen Dank für solches stück (Gibt das Buch mit karrikierendem Rnix zurück) Und geben dir's von Herzen gern zurück. Der Alte:(ornig dazwischen tretend): Naschgier'ges Volk! Zurück vor meinem Zorn! (Die Wichte zirhen sich bostürzt zurück. Der UAlte betrachtet den 2. schüler mit dem Vuche wolngefällig; milde): Gar seltsam deucht mir deine Reiserüstung. Gesteh' es frei! Welch Rätsel birgt dies Buch? Jst's Possenkram? Ist's Kurzweil müß'ger stunden?

2. schüler: Wer du auch seist, des hohe Geisterart Mit schanern und mit Ehrfurcht uns umfängt, Triff nicht mit rascher Lästrung Pfeilgeschoß Dies Heiligtum, das ich in Händen halte!

Kein deutscher Jüngling, der noch edel denkt, Mag ungerochen solches Wort verwinden.

In diesem Buche lebt ein Talisman,

Das frohe Botenwort der Menschenwürde,

Die kühne Losung jeder hohen Tat

Und jeder Tugend triebbereiter same.

Ein Genius gab's und schiller ist sein Name.

Der AHlte(hat eutzückt aufgehorcht und ergreift nun Itternd mit beiden Händen das Buch): Gesegnei sei mir dieses sinnbilds Kraft,

Des süßen Trost mir keine Zukunft ranbe!

(Er ꝛeicht dem J. schüler die Rechte): Mein Zweifel ist besiegt: ich glaube, glaube.

Nach kurzer Pause):

Doch eines noch soll euer Mund mir deuten. Was ist's, das in die jugendliche Brust Begeist'rung euch für diesen sänger hauchte? Von welcher saite süßem Zauberklang Erschwoll in euch der Liebe Ueberschwang 7