Aufsatz 
Der rhetorische Schluß : und seine Anwendung in den Schriften der Griechen und Römer
Entstehung
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Von literariſchen Arbeiten der Lehrer ſind zu erwähnen:

Von Prof. Stoll: Geſchichte der Griechen und Römer in Biographien, für Schulen und die reifere Jugend. Bd. I., mit dem beſonderen Titel: die Helden Griechenlands in Krieg und Frieden. Teubner, Leipzig 1866.

Von deſſen Handbuch der Mythologie und Religion der Griechen und Römer iſt die hollän⸗ diſche Ueberſetzung in zweiter Auflage, und eine italieniſche von Raff. Fornaciari. Firenze 1866 erſchienen.

B. Unterricht.

1. Allgemeines.

Der Unterricht wurde im Allgemeinen nach dem für die Gelehrten⸗Gymnaſien des Landes vorgeſchriebenen Lehrplane ertheilt. Etwas abweichend von demſelben gab der Director in der Prima einen kurzen Abriß der Pſychologie und Logik. Die Abweichung iſt übrigens nur eine formelle, indem im Zuſammenhange vorgetragen wurde, was in früheren Jahren gelegentlich und vereinzelt aus dieſen Disciplinen zur Sprache kam. Für philoſophiſche Propädeutik ſind nämlich im Lehrplane keine beſonderen Stunden angeſetzt. Es wird aber kein Lehrer, der in der Prima die deutſchen und lateiniſchen Stylübungen zuſammen oder auch nur die einen von beiden zu leiten hat, ſich der Nothwendigkeit entziehen können, mit ſeinen Schülern wenigſtens auf Pſychologie und Logik näher einzugehen, wenn er nicht bei jeder ſchriftlichen Arbeit immer und immer dieſelben Verſtͤße gegen die Bedeutung und den Gebrauch der auf das Seelen⸗ leben bezüglichen Ausdrücke, ſowie gegen die logiſche Verbindung der Wörter und Gedanken rügen und corrigiren will..

Von dem Unterricht im Griechiſchen ſind im Ganzen vier Schüler befreit geweſen, die ſich einem techniſchen Fache widmen wollen.

Am Unterrichte in der hebräiſchen Sprache, deren Kenntniß jedoch nur von künftigen Theologen und Philologen verlangt wird, betheiligten ſich 16 Schüler.

Unterricht in der engliſchen Sprache(facultativer Lehrgegenſtand) nahmen 18 Schüler.

In Ermangelung einer Turnhalle waren die Turnübungen ſeither auf den Sommer beſchränkt, und wurden im Winter nur die Vorturner unter Benutzung des für den Tanz⸗ unterricht beſtimmten Locals eingeübt. Dem Bedürfniſſe, den Turnunterricht auch im Winter fortzuſetzen und auf alle Schüler auszudehnen, iſt nun dadurch Genüge geleiſtet, daß das Gymnaſium die Erlaubniß erhalten hat, die Militär⸗Turnhalle dahier an zwei Wochentagen in je zwei Stunden zu benutzen. Für die Geneigtheit, mit welcher das Herzogliche Kriegs⸗ Departement, ſowie das hieſige Herzogliche Regiments⸗Commando den dieſerhalb an ſie ergangenen Wünſchen entgegengekommen ſind, ſpreche ich hiermit beiden hohen Militärbehörden im Namen des Gymnaſiums den geziemenden Dank aus.

Durch Reſcript Herzoglicher Landesregierung vom 10. Januar l. J. ad Num. 1010 wurden die auf die neue Einrichtung bezüglichen Vorſchläge und Anträge der Gymnaſial⸗ direction genehmigt, und am 17. Januar haben die Uebungen in der Turnhalle unter Leitung des Collaborators Schenck und unter Mitwirkung eines der Sache kundigen Unteroffiziers

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