23
er muss aber auch zugleich Mittelpunct der Aequinoctialuhr sein, die wir auf der Aequatorebene verzeichnen wollen, und also auch in dieser liegen. Ziehen wir daher die Linie FM rechtwinklig auf die Länge des Zeigers CF, so muss auch diese Linie, da M auch ein Punct der Aequatorebene ist, ganz in diese Ebene fallen, und es stellt daher der Winkel bMF die Neigung der Aequatorebene gegen die gegehede Uhrfläche dar. Denken wir uns nun die Acquatorebene um AG als Axe soweit herum gedreht, dass sie ganz in die Verticalebene HZR fällt, so wird die Linie MF in MO fallen und der um O mit dem Radius MO beschricbene Kreis der Aequinoctialuhr wird die Linie AG nur in dem einen Punete M berühren. Verbindet man nun 0 mit A, so er— hält man die Mittagsl'nie der Aequinoctialuhr, so wie nachgewiesenermassen CG die Schattenrichtung des Zeigers für die sechste Stunde ist. Die übrige Ausführung der Uhr ist ganz dieselbe, wie sie früher geschildert worden.
Die Beschreibung des graphfschen Verfahrens bei der Ferrdeltung einer Sonnen- uhr auf einer zugleich gegen den Meridian und den Horizont geneigten Ebene wird um desswillen unterbleiben können, weil eine solche Uhr nicht mehr zu den ein-
fachsten und daher sicherstem Mwela zur Zeitbestimmung für's practische Leben ge- rechnet werden kann.
Zum Schlusse muss noch einmal ausdrücklich bemerk: werden, dass die Zeit, die man durch alle bisher besprochenen Mittel erlangt, immer h Sonnenzeit ist, an die jedesmal, bevor sie mit der Uhr verglichen werden kann, die Zeitgleichung angebracht werden muss*).
4 *) Seit einer Reihe von Jahren wird zu diesem Zwecke im Herzoglich Nassauischen Landeskalender
die zeitgleichungstabelle für das laufende Jahr aus dem Berliner astronomischen Jahrbuch besonders abgedruckt.


