Aufsatz 
Zur Festordnung der großen Dionysien
Entstehung
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der einzelnen Agone genau wie beim Feste selbst auf einander folgten, und die Abweichungen von der gewöhnlichen Ord- nung, die z. B. in den delischen Urkunden so gross sind (vgl. oben S. 14 f.) sind hier ganz vereinzelt. Ausserdem ist eine Verteilung der 16 Stücke, die im 4. Jahrhundert an den grossen Dionysien zur Aufführung kamen, auf 3 Tage, wie Stahl vorschlägt, ganz unmöglich. Ohne Satyrspiel um- fasste jede Trilogie doch mindestens 7 1/,8 Stunden, wenn wir die Dauer jeder einzelnen Tragödie zu etwa 2 Stunden und nach jeder nur'/ Stunde Pause annehmen(denn ohne Pausen hielten es auch im Altertum weder die Schauspieler noch die Zuschauer aus); das gäbe für den ersten Tag 15 bis 16 Stunden Theater!

Stahl glaubt eben wegen der Nachrichten über das Theorikon nicht von der unhaltbar gewordenen Annahme von nur 3 Spieltagen abgehen zu können, und doch sind !iese Nachrichten durchaus nicht völlig klar. So sagt Vehmichen, aus der Höhe des Theorikon gehe nur hervor, dass an drei Tagen Eintrittsgeld verlangt, nicht aber dass nur an«drei Tagen gespielt worden sei, und Lipsius(vgl. oben N.27 f.) meint, das Eintrittsgeld sei den Bürgern nur für die Tragödien, den älteren Teil der Bühnenspiele, vom Staate setzt worden. Auch daran könnte man vielleicht denken, (lass eine Drachme gewissermassen der Abonnementsbetrag zum Besuch sämtlicher Vorstellungen war, und dass ähnlich wie heutzutage der Eintrittspreis für die einzelnen Vor- stellungen im Verhältnis etwas höher zu stehen kam; der Platz selbst aber wurde als /weiobolenplatz bezeichnet (Demosth. de cor. 28 Er oliv dvorv oBokoiv EIEWEOVT Ar), ebenso wie wir von einem Zweimarkplatz z. B. reden, wenn derselbe im Abonnement auch billiger ist. Ausserdem be- eugt keine einzige Stelle, dass das vom Staat den Bürgern ersetzte Eintrittsgeld eine Drachme betrug, sondern nur, dass der Eintrittspreis im ganzen diese Höhe hatte: Philochoros ap. Harpoerat. s. v. JEwgixa 10 dB Heworxor jv 70 noWror vous dgayın) ıjs Has; ebenso Phot. s. v. FEwoIxX« zweiter Artikel; Suidas sv. Jewgixa' dd TOrv