Aufsatz 
Zur Festordnung der großen Dionysien
Entstehung
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anbetracht des offenbar verdorbenen Zustandes des Scholions ganz hinfällig.

Aber auch Rohdes Beziehung der Stelle auf den zrooayan scheint mir nicht einleuchtend, da doch wohl ein noch so oberflächlicher Seholiast nieht in einem Satz ein Wort in zwei wanz verschiedenen Bedeutungen gebraucht. Dies er- kennt auch Rohde an und erklärt deshalb das Scholion folgendermassen(S. 260 ff):Der Scholiast selbst mag unter dem arreyysiken allerdings den förmlichen Vortrag der Stücke verstanden haben, da er ja auch asrayyekla von dem Vortrag im Theater gebraucht. In der dem Scholion zu Grunde liegenden Notiz aber, die freilich durch viele Hände uns überliefert ist und unterwegs bis zur Unkenntlichkeit ver- stümmelt wurde, hatte amayyedksıy die ihm auch von Natur eigentümliche Bedeutung ‚ankündigen. Diese Notiz ver- mittelt uns auch erst den Zweck des Proagon als Ankündi- sung der Bühnenspiele. Es bleibt bei dieser Auseinander- setzung zweifelhaft, ob die ursprüngliche Notiz nur den ersten Teil des Scholion enthalten habe oder auch den zweiten; in letzterem Falle aber ist nicht erklärt, wie die Wiederholung des Wortes errayyekksıy in den Text kam. Rohde erkennt ja an, dass das Scholion bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt wurde; weshalb soll man es deshalb doch möglichst wort- getreu zu interpretieren suchen? Wie kommt es vor allem, (lass der Scholiast nichts anderes von dem berühmten Odeion (les Perikles zu sagen wusste, als dass darin die(sonst so selten erwähnte)') Ankündigung der Bühnenspiele vor der eigentlichen Aufführung stattfand?

Meine Ansicht geht dahin, dass das Aristophanesscholion, ehe es durch fremde Zusätze so verunstaltet wurde, einen ähnlichen Inhalt hatte wie die Notiz, die der Hesychglosse sv. pdelo» zu Grunde liegt,gdelor Toros Ev 10

') Dass der Scholiast zu Aeschines eine ausführliche Erklärung des Wortes rooKyan gibt, darf uns bei der dem ganzen Aeschines- ommentar eigenen Akribie nicht befremden; die heortologische Be- deutung des Wortes war so unbekannt geworden, dass der Grammatiker es für der Mühe wert fand, sich darüber genauer zu informieren.