13 Und damit ist auch der Ausdruck ayav xei Eruideikıc des Aeschinesscholions erklärt. Unter der&rridesıs nämlich ist verstanden die Bekanntgebung des Titels und der Personen jedes Dramas und«yo» bezieht sich darauf, dass der zroo«yar und besonders die hierbei gehaltene Empfehlungsrede des Dichters den eigentlichen Agon einleiten.
(regen«diese Erklärung des rpoaywv wendet sich nun Pehmichen. indem er die schon mitgeteilten Stellen auf 2 (mit den Rpoaywmvas Ev Tolg tepois der Inschrift©. J. A. II, 3073) verschiedene Arten von Proagonen beziehen zu missen glaubt. In dem Aeschineseitat nämlich ist der rpoaywv allerdings als A nkündigungsproagon aufzufassen, der Scholiast aber giebt nicht die Erklärung dieses Proagon, sondern redet von der ebenfalls, allerdings vielleicht nur missbräuchlich rpoaywv senannten Hauptprobe. Dies geht zunächst hervor aus«dem /usatz Yngpars Ortyars Zurpoadev, denn bei Aeschines findet der rpoayov statt&v 79 tepf Npspa und ist nach fast allge- meiner Ansicht ein Festtag der grossen Dionysien; der Pro- agon des Scholiasten aber findet einige Tage vor den Dionysien statt, isv also kein Festtag, ja schwerlich überhaupt ein hei- liger Tag.
©. Fr. Hermann(Lehrb. d. gottesd. Altert. d. Griechen, S 59) und Mommsen(Heort. 8. 388 und 391) nehmen aller- «ines den 8. Elaph. als ersten Festtag; Usener dagegen, der letzte, der vor Oehmichen die Festordnung der grossen Dio- nvsien ausführlich behandelte, lässt in seiner Abhandlung „Nachträge zur Geschichte des attischen Theaters“(Symb. philol. Bonn, S. 581—600) das eigentliche Fest erst einige Tage nach dem 8. Elaph. beginnen, eine Datierung, die, wie Usener a. a. O. N. 849 sagt, durch das 1865 von Schultz veröffentlichte Aeschinesscholion auf's erfreulichste bestätigt
das am Tage der Aufführung, etwa kurz vor ihrem Beginn, stattfand. Rohde weist 8. 266 auf die grosse Ähnlichkeit und den historischen Zusammenhang dieser Einrichtung mit dem athenischen Rpoaymy hin. Diese TDDAVAPWMYNALS geschah durch einen Herold oder auch wohl durch einen Schauspieler, wie Rohde nach Martial praef. 1. II und Isid. Origg. XIX, 49 annimmt.


