Aufsatz 
Zum Andenken an den am 25. März 1887 gestorbenen Gymnasialoberlehrer Bruno Berlit / Konrad Duden
Entstehung
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Titel:Die Gefechtsführung abendländischer Heere im Orient in der Epoche des ersten Kreuz- zugs herausgab, zu Marburg die Doktorwürde.

Das Wintersemester begann am 10. Oktober. Mit demselben traten folgende Ver- änderungen an der Anstalt ein.

Die Stelle des zu Ostern 1887 verstorbenen zweiten Oberlehrers Berlit wurde in der Weise besetzt, daß die Oberlehrer Dr. Klippert, Dr. Wachenfeld, Bender, Lic. Ortel um eine Stelle aufrückten, und in die dadurch erledigte letzte etatsmäßige Ober- lehrerstelle der Oberlehrer A. Becker aus Dillenburg berufen wurde.

Die früher von dem Gymnasiallehrer Hartwig bekleidete und ein Semester lang durch den beauftragten Lehrer Borzucki versehene Stelle des 4. etatsmäßigen Gymnasiallehrers wurde dem bisherigen Realprogymnasiallehrer Kraatz aus Biedenkopf übertragen.

Ferner trat als Hülfslehrer ein Julius Pistor, zuletzt Lehrer an der Stoyschen Er- ziehungsanstalt in Jena, und endlich wurde der Anstalt zur Ableistung des Probejahrs über- wiesen der Kandidat des höhern Schulamts Eduard Jensen aus Marburg.

Über ihren bisherigen Lebensgang berichten die neu eingetretenen Kollegen wie folgt:

Albert Becker, geboren am 6. Dezember 1843 zu Horstmar, Rgbzk. Münster, be- suchte das Progymnasium zu Rheine und das Gymnasium zu Münster, wo er Herbst 1862 die Reifeprüfung bestand. Dann studierte er an der Akademie zu Münster und der Universität, Berlin Geschichte und klassische Philologie, promovierte am 17. Mai 1866 zum Dr. phil. und bestand am 15. Februar 1867 das Examen pro facultate docendi. Ostern 186869 hielt er das vorgeschriebene Probejahr am Gymnasium zu Münster ab und wurde dann als Hülfslehrer an das Gymnasium zu Hadamar versetzt. Von hier wurde er, nachdem er am 16. April 1872 zum ordentlichen Lehrer befördert war, im Herbst 1885 als erster ordentlicher Lehrer nach Dillenburg, und nachdem ihm am 12. November 1886 der Titel Oberlehrer verliehen war, im Herbst 1887 als etatsmäßiger Oberlehrer nach Hersfeld versetzt.

Karl Kraatz, geb. am 17. Februar 1849 zu Strenz-Naundorf in der Prov. Sachsen erhielt seine wissenschaftliche Vorbildung auf den Gymnasien zu Zeitz und Schleusingen, welches letztere er Michaelis 1870 mit dem Zeugnis der Reife verließ. Hierauf studierte er auf der Universität Halle klassische und deutsche Philologie und bestand die Prüfung pro facultate docendi am 23. Okt. 1876. Ostern 1877 78 versah er eine Hülfslehrerstelle an dem Kgl. Gymnasium zu Marburg, wurde Ostern 1878 als ordentlicher Lehrer an dem Realprogymnasium zu Biedenkopf angestellt und Michaelis 1887 an das Kgl. Gymnasium und Realprogymnasium zu Hersfeld versetzt.

Julius Pistor, geboren in Karlshafen am 17. Dezember 1857, besuchte die Gymnasien zu Hersfeld und Korbach. Von letzterer Anstalt wurde er Ostern 1879 mit dem Reifezeugnis entlassen und studierte in Marburg Geschichte, Geographie und klassische Philologie. Am 29. Februar 1884 bestand er das Examen pro facultate docendi und bekleidete dann, nachdem er von Ostern des genannten Jahres bis dahin 1885 an der Realschule in Kassel sein Probe- jahr abgeleistet hatte, eine Lehrerstelle an der Stoyschen Erziehungsanstalt in Jena. Seit Michaelis 1887 ist er als Hülfslehrer am Gymnasium in Hersfeld thätig.