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öffentlichen Abhandlungen zur geologischen Spezialkarte von Preußen und den Thüringischen Staaten. Band VII, Heft 4 mit Atlas als Geschenk überwiesen.
23. Mitteilung der Königlichen General-Ordens-Kommission vom 26. Januar, wonach Seine Majestät der König dem unterzeichneten Direktor bei der Feier des Krönungs- und Ordensfestes den Roten Adler-Orden IV. Klasse verliehen hat.
24. Verfügung des Königlichen Provinzial-Schulkollegiums vom 7. Februar. Durch Erlaß des Herrn Ministers vom 3. Januar wird die Bestimmung, nach welcher den dritten Brüdern, falls deren Eltern darum bitten, das Schulgeld zu erlassen ist, aufgehoben und angeordnet, daß künftig in derartigen Fällen die Entscheidung lediglich von der Bedürftigkeit und Würdigkeit des Betreffenden abhängig zu machen ist. Zugleich werden die Bedingungen festgesetzt, unter denen den Lehrersöhnen Schulgelderlaß gewährt werden kann,
25. Dergl. vom 7. Februar. Der Kandidat des höhern Schulamts, Adolf Giesse in Marburg, wird dem Gymnasium von Ostern ab zur Ableistung seines Probejahrs zugewiesen.
26. Dergl. vom 28. Februar. Dem ordentlichen Lehrer des Gymnasiums, Karl Mannss, wird der Titel„Oberlehrer“ verliehen.
III. Chronik.
Das Schuljahr begann am Montag den 18. April. Dem Beginn des Unterrichts ging eine gemeinschaftliche Morgenandacht und eine Ansprache des Direktors voraus, in welcher derselbe die wichtigsten Bestimmungen der Schulgesetze erläuterte und zu gewissenhaftester Befolgung derselben aufforderte. Im Anschluß daran wurden die beiden beauftragten Lehrer Dr. Wolscht und Borzucki in ihr Amt eingeführt und die neu aufgenommenen Schüler verpflichtet.
Über ihren bisherigen Lebensgang teilen die genannten Lehrer folgendes mit:
August Wolscht, geb. den 9. Mai 1857 in Magdeburg, bestand die Reifeprüfung daselbst Ostern 1877, studierte in Hirschberg, Leipzig und Marburg Philologie und Geschichte, promovierte 1881 und bestand im Frühjahr 1882 die Prüfung pro facultate docendi an derselben Universität. Als candidatus probandus wurde er dem Gymnasium zu Frankfurt überwiesen und war dann bis zu Ostern 1887 in Frankfurt, Kassel und Dillenburg als wissenschaftlicher Hülfslehrer beschäftigt. In gleicher Eigenschaft war er von Ostern 1887 ab an dem hiesigen Gymnasium thätig und wurde im Herbst als ordentlicher Gymnasiallehrer nach Biedenkopf versetzt.. Anton Borzucki, geb. am 24. August 1858 zu Culm, Westpreußen, besuchte das Gymnasium zu Culm, wo er Michaelis 1879 die Reifeprüfung bestand, alsdann die Uni- versitäten Berlin und Königsberg, um klassische Philologie und Geschichte zu studieren. Am 26. Juli 1884 bestand er in Königsberg das Examen pro facultate docendi. Nach Ableistung


