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A. Gründen, die ich als bekannt vorausſetze, werden die Fachgenoſſen 898 in Zukunft vermutlich zahlreicher als zuvor nach den klaſſiſchen
Stätten Griechenlands und Kleinaſiens pilgern. So dürfte es vielleicht für manchen von Intereſſe ſein, den Verlauf einer ſolchen Reiſe kennen zu lernen, wie ich ſie im letzten Sommer mit der„Deutſchen Mittelmeer⸗Levante⸗Linie“ unternommen habe. Die Verſuchung, dem anſpruchsloſen Aufſatz ein Mäntelchen von Wiſſenſchaftlichkeit umzuhängen, habe ich erfolgreich widerſtanden; weiß doch jeder, wo er ſich über ſolche Fragen beſſer und gründlicher unterrichten kann.— Ein wenn auch kurzer Beſuch von Rom, Pompeji und, Athen wäre allen Lehrern der alten Sprachen und Geſchichte zu wünſchen; nur rufe nicht gleich jeder nach ſtaatlicher Subvention: die 6— 800 Mark, die hierzu erforderlich ſind, wird bei gutem Willen ſchließlich jeder einmal aufzuwenden in der Lage ſein.
Nach heißer Fahrt durch die lombardiſche Tiefebene hatten wir die Apenninen erreicht, die von der Bahn mittels unzähliger Tunnels durch⸗ ſchnitten werden: Zu Hauſe hatten wir all die Tage„hitzfrei“ gehabt, und infolge der Mailänder Ausſtellung war der Wagen überfüllt. Ein gewiſſer Troſt war es mir, daß die mitreiſenden Italiener trotz unaufhör⸗ lichem Fächern noch mehr unter der Hitze zu leiden ſchienen als ich. Endlich kündeten zahlreiche Villen, weithin über die Berge verſtreut, die Nähe der Meerbeherrſcherin Genua an; in weitem Bogen von Südweſten her fahren wir, dicht vorbei an dem altersgrauen Palaſt des Andreas Doria, in die stazione ein.
Ein paar Stunden konnte ich andern Tages— es war der 5. Auguſt— noch für einen Gang durch die Stadt erübrigen. Ich mußte hier jede Minute


