Aufsatz 
Gleichklang und Reim in antiker Poesie / von Otto Dingeldein
Entstehung
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3ochsveiac und nach einer korrupten Stelle zwei tadelloſe, doppelt gereimte Dochmien: d2τ« 0%0e, daοοα deokc. Weiterhin: CnXGrdc AOoςᷣ, vrIrdc SoOiος. 2 1Xe dra, ahsA vaxsy. Leider iſt die ganze Stelle höchſt mangelhaft überliefert. 197 E beginnt mit vier in allen Vokalen übereinſtimmenden Kretikern: 8y 69 p, 29p, 2y 6p, 8y H6%.

Allitteration iſt an vielen der im Vorausgehenden genannten Stellen mit dem Endreim verbunden. Für ſich allein findet ſie ſich z. B. Sappho fr. 113 ufr' 2uol Se pifrs u⁴⁴οοα. Alcaeus 18,5 Terεμο HO*σ os HSTA., ana. Aesch. Pers. 673 riod 6AI ovst T6vv. ib. 1012 36 XaAν⁴αν νανι τανοεε. Eumen. 143 ff. 10d, 106, önas. 3nd dousv, ikar ¹ woA aee e an 2, 8r4 dOs 4 O«οαᷣ ,«, 60. Soph. El. 210 olα mᷣðdsa αεεεέν εαιο. Oed. Col. 1099 1Qο ο; i fs; n6 tnas; εε αε*5. Aias 866 6yO 6e 6yOy Hpsr..

Ähnlich wie der Reim beſtimmte Laute, ſo ſcheint auch die Allitteration gewiſſe Conſonanten bevorzugt zu haben, und zwar am meiſten das n. Auch die Wirkung iſt bei den verſchiedenen Conſonanten nicht die gleiche. Das gehäufte x hat vorzugsweiſe an pathetiſch erregten Stellen ſeinen Platz. Dagegen beachte man z. B. die ungemeine Weichheit, die in dem aus Sappho(113) angeführten Verſe das wiederkehrende 1 hervor⸗ bringt, während an der aus Alcaeus angezogenenen Stelle(18,5) der nämliche Conſonant in Verbindung mit anderem Rhythmus und Vokalismus dem mühevollen Ankämpfen gegen die Macht der Elemente Ausdruck verleiht.

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Die im Obigen beſprochenen Gleichklangserſcheinungen treten bei den Griechen wie bei den Römern nur ſporadiſch auf. Dagegen finden wir Eine Reimart bei einer großen Gruppe von Dichtern in ſo ausgedehntem Maße angewandt, daß ſie ſchon deshalb größere Aufmerkſamkeit verdient: es iſt dies der leoniniſche Reim im elegiſchen Pentameter. Der Bau dieſes Verſes, den eine ſtarke, unveränderliche Cäſur bezw. Katalexis in zwei in Rhythmus und Morenzahl völlig übereinſtimmende Teile zerlegt, läßt die Endſilben der beiden Kola beſonders ſcharf hervortreten und bringt einen Gleichklang in denſelben lebhaft zur Empfindung. Auf Vollſtändigkeit macht übrigens die folgende Zuſammenſtellung, bei der die zahlreichen Aſſonanzen außer Betracht gelaſſen ſind, keinerlei Anſpruch.

Kallinos.

1,13 àdg 055' et O6» Gy TvOs àdaνατ ν. 19 d¹oxO7os.(6 y 6'51 vud6 G v.*) 21 59021 oXXGy äeta ODvOs 80y..

Schon oben wurde der Vorliebe für Reime auf» gedacht; ſie wird uns im folgenden noch öfter entgegentreten...

Leoniniſche Hexameter finden ſich dazwiſchen verſtreut: 1,14 0XXAr nibnra S» x⁴⁵ dO5OY A2Gy G v. 3 Ny d'x Kuspi y rHard« EPNerat 59 10 5v. Sie ſind im Folgenden nicht weiter berückſichtigt.

*) Es liegt in der Natur der Sache, daß auch hier die Zahl derFlexionsreime überwiegt. Allein daneben findet ſich auch und darauf ſei hier ausdrücklich aufmerkſam gemacht ein hoher Prozentſatz von ſolchen, die auch die

Wölfflin'ſche Kritik als vollwertig anerkennen müßte. So gleich hier V. 19 und 21.