Vorbemerkung.
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Das öffentliche Unterrichtsweſen der Stadt Wiesbaden hat in den letzten zehn Jahren ſo weſentliche Umgeſtaltungen erfahren, daß es im allgemeinen Intereſſe liegt, darüber dem Pu⸗ blikum und namentlich den Bewohnern der Stadt und ihrer nächſten Umgebung in dem nach⸗ folgenden Programm diejenigen Mittheilungen zu machen, welche für Eltern nothwendig ſind, um ſich entſcheiden zu können, welcher Unterrichtsanſtalt ſie am zweckmäßigſten ihre Kinder anvertrauen.
Da die in Wiesbaden beſtehenden höheren Lehranſtalten(die Militärſchule, das humaniſtiſche und das realiſtiſche Gymnaſium und das landwirthſchaftliche Inſtitut) ihrer Organiſation nach hin⸗ länglich bekannt ſind, und als Staatsanſtalten nicht unmittelbar zum ſtädtiſchen Schulweſen gehören, da ferner die höhere Bürgerſchule und höhere Töchterſchule durch die jedes Jahr von den Rectoren derſelben ausgehenden Programme über ihre Einrichtung ꝛc. eingehenden Bericht erſtatten, ſo beſchränken ſich die nachfolgenden Mittheilungen vorzugsweiſe auf die Elementar⸗ und Mittelſchulen und berühren die übrigen Schulen nur inſoweit, als es unumgänglich noth⸗ wendig iſt, um ein möglichſt getreues und vollſtändiges Bild des geſammten ſtädtiſchen Schul⸗ organismus zu geben.
Es erſcheint angemeſſen, der Darſtellung des gegenwärtigen Schulbeſtandes einleitend eine kurze Geſchichte ſeiner Entwicklung vom Anfange dieſes Jahrhunderts an vorauszuſchicken.*)
Geſchichtliche Einleitung.
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Das ſtädtiſche Schulweſen vom Anfange dieſes Jahrhunderts an bis auf die neueſte Organiſation.
Gegen das Ende des vorigen und zu Anfang dieſes Jahrhunderts beſtanden in Wiesbaden 5 öffentliche Schulen. 1
*) So anziehend eine ausführlichere und weiter zurückgreifende Geſchichte des ſtädtiſchen Schulweſens ſein würde, ſo muß doch darauf verzichtet werden, eine ſolche in dieſem Programme zu geben, da dasſelbe vorzugs⸗ weiſe den Zweck hat, die gegenwärtige Organiſation zur Kenntniß zu bringen; vielleicht bietet ſich ſpäter Veranlaſſung, das hier nur überſichtlich Gegebene weiter auszuführen. 3
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