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dem hiesigen Gymnasium gewirkt und durch seine eifrige und geschickte Lehrthätig- keit besonders als Ordinarius und Hauptlehrer in Quinta und Sexta abwechselnd sich dauernde Verdienste um unsere Anstalt erworben, daher der Director an dem 28. Mai, an welchem Tage Dr. Suchier in einer Versammlung der Lehrer und Schüler Abschied nahm, mit Recht sein Bedauern über dessen Abgang aussprechen durfte.
Von dieser Zeit an mussten eine Zeit lang die durch die Entfernung des Dr. Suchier erledigten Lehrstunden von verschiedenen Lehrern versehen werden. Doch wurde als- bald eine vorläufige Einrichtung dahin getroffen, dass G.-H.-L. Spangenberg die mei- sten Lehrstunden in Sexta übernahm und hinsichtlich seiner regelmässigen Lehrstunden eine Erleichterung durch die Beihülſe der übrigen Lehrer erhielt.
Am 1. Juni ereignete sich der traurige Fall, dass der Turn- und Schwimm- Lhrar Konrad Benecke, der, als er, eben bei der Schwimm-Anstalt des Gymnasiums ange- kommen, um seinen Unterricht zu ertheilen, einen armen hiesigen Knaben in Gefahr zu ertrinken sah, sogleich sich ins Wasser stürzte, während den von ihm gefassten Kuaben ein Gymnasiast, August Altmäüller aus Solz, ihm abnahm und rettete, selbst in den Wellen des Flusses untersank und seinen Tod fand. So hat er gerade der Macht des ihm wohlbekannten Elementes unterliegen müssen, nachdem er als guter Schwim- mer durch schnelle menschenfreundliche Hülfe schon Manchem ein Retter vom Tode geworden war. Seine Leiche wurde am 3. Juni feierlich bestattet. Es folgten ihr nicht nur die Lehrer und Schüler des Gymnasiums, sondern auch viele andere Bewohner hie- siger Stadt, Am Grabe wurden Trauergesänge unter der Leitung des Gymnasial-Ge- sanglehrers aufgeführt. Der Herr Pfarrer Langheld und der Director des Gymnasiums hielten Reden zum Andenken des in seinem Beruf gestorbenen Lehrers.
Benecke war 1797 zu Hannover geboren, hatte schon 30 Jahre in hiesiger Stadt gelebt und seit dem Jahre 1835 den Unterricht in Leibes-Uebungen und im Schwimmen den Gymnasiasten ertheilt.
Dem Gymnasiast Altmüller, wurde zur Au Pranong seiner hülfreichen That mit Genehmigung Kurfürstlichen Ministeriums des Innern Befreiung vom Schulgeld auf ein Jahr bewilligt.
Den Unterricht im Turnen ertheilt seitdem der beauftragte Lehrer am hiesigen Gym- nasium K. Buderus. Einige Primaner führten die Aufsicht beim Baden der jüngeren Schüler und gaben ihnen Anleitung zum Schwimmen.
Nach lden Sommerferien trat der Candidat der Philologie Johann Daniel 6*


