Aufsatz 
Über das Historische und Unterrichtliche der Anstalt, mit besonderer Beziehung auf den Sprachunterricht
Entstehung
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und noch daruͤber alt. Damit nun fuͤr die Zukunft alle Taubſtummen(in der Regel) in ihrem achten Lebensjahre dem Inſtitute anvertraut werden, damit die Lehrer uͤber die Verhaͤltniſſe der aufzunehmenden Kinder zeitig vorher genaue Kenntniß erhalten, und damit auch nicht ein einziges ſolches Kind den noͤthigen Unterricht entbehre, was bisher immer noch hier und da vorgekommen iſt; ſo hat Herzogliche Landesregierung durch verehrliches Reſcript vom 1. Juli v. F. ad Num. Reg. 25,980 die weiſe Verordnung erlaſſen, daß die Herzoglichen Herren Schulinſpectoren im October jeden Jahres, nach einer eigens abgedruck⸗ ten Formularliſte, alle Verhaͤltniſſe der in ihren Schulbezirken vorhandenen taub⸗ ſtummen Kinder vom ſechsten Jahre an bis zum Eintritte in das Inſtitut zu Camberg, genau angeben, und dieſe vollſtaͤndig ausgefuͤllte Liſte der uͤber das Inſtitut angeordneten Schulinſpection zu Idſtein einſenden ſollen. In Folge dieſer Hohen Verfuͤgung ſind von den Herzoglichen Herren Schulinſpectoren angemeldet worden: 3 Taubſtumme, geboren im Jahre 1826

2 1 1827 2 ,) 1828 2 1829 5 2 7, 1830 7 77 77 // 77/ 1831 5 2, 1832 11 1 2 1833 4 1834

Zuſammen 41

Hiervon wurden acht als bloͤdſinnig, alle Uebrigen aber als bildungs⸗ faͤhig bezeichnet. Wenn es nun ſchon eine betruͤbende Erſcheinung iſt, daß ſich in unſerem Vaterlande ſo viele ungluͤckliche Taubſtummen vorfinden; ſo iſt doch der Umſtand noch weit betruͤbender, daß man bisher, wie aus vorſtehender Ueber⸗ ſicht erhellet, ſo manche taubſtummen Kinder verheimlicht und ohne Bildung ſo weit hat heranwachſen laſſen. Es iſt dies um ſo unverantwortlicher, da unſere

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