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der Ausſprache oft mit einander verwechſeln, ſo iſt es zur gehoͤrigen Feſtſtellung und Unterſcheidung zweckdienlich, wenn man ofters beide Laute neben einander ſtellt und einuͤbt.
Bei der unvollkommenen Hemmung des Luftausſtromes, wobei derſelbe je⸗ doch nicht unterbrochen wird, entſtehen
1) die geſchaͤrften Laute f, 8(ß, ſſ, ch.
f wird gebildet, indem man die obere Zahnreihe und die Unterlippe leiſe verſchließt, die Luft am Verſchluß vorn ſo beengt, daß ſie ſich hindurch draͤngen und mit einem Ziſchen hervorkommen muß.
s(ß, ſo wird entlockt, wenn die Zungenſpitze und die Zaͤhne den Verſchluß bilden und die beengte Luftausſtroͤmung in dem Munde Statt findet; die Luft preßt ſich zwiſcheu den obern und untern Schneidezaͤhnen und der Zunge durch und ſetzt die Zungenſpitze in eine zitternde Bewegung.
Bei dem ch findet dieſelbe Operation Statt, indem der Gaumen und die Zungenwurzel den Verſchluß bilden und die beengte Luft mit einem Ziſchen— gleichſam ein ziſchender Hauch— hervorgedraͤngt wird.
2) die ſanften Laute w, ſ, j.
Dieſe als ſanft gehemmten Hauche unterſcheiden ſich von den vorigen drei ſcharfen dadurch, daß ſie in ihrer gewoͤhnlichen Verbindung mit Vocalen Stimme haben und deßhalb etwas milder erſcheinen. Das j hat beinahe die Zungenlage von i, nur daß der mittlere Theil der Zunge am mittleren Gaumen den Ver⸗ ſchluß bildet und die ſo gehemmte Luft in ſaͤuſelnder Bewegung hindurchdringt. Sind f, s, ch richtig fixrirt, ſo hat die Entlockung des w, f, j keine beſondere Schwierigkeit mehr. Man ſpricht uͤberhaupt die Laute vor und legt dabei die Hand des Schuͤlers an den Mund des Lehrers, wo er den Luftſtrom auf ſeiner ſo vorgehaltenen Hand wahrnehmen kann. Will der Laut nicht gelingen, ſo geht man wieder zu dem vorhergehenden zuruͤck, macht den Taubſtummen auf das Verwandtſchaftliche in der organiſchen Entſtehung, wo moͤglich, aufmerkſam und wiederholt dies ſo lange, bis die Artikulation gelingt.
ſch. Die Bildung des ß hat das ſch ſchon varbereitet; man ſpricht ß vor, laͤßt es nachſprechen und die zu ſch noͤthige Lippenformung bilden, d. h. die


