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von Hoher Behoͤrde anerkannt und gewuͤrdigt zu ſehen. So erfreute ſich das Inſtitut auch nach dem Abgange ſeines Stifters, der mit ſeiner liebenswuͤrdigen Familie wieder ſeine Lieblingsſtadt Wien zum Wohnſitze erwaͤhlt hatte, des Ver⸗ trauens des In⸗ und Auslandes und vermehrte ſich ſo an Schuͤlerzahl, daß die Anſtellung eines dritten Lehrers noͤthig erſchien, welcher ihr im Sommer 1828 in der Perſon des Hrn. Meckel zugefuͤhrt wurde. Nachdem ſich derſelbe in der Anſtalt mit der Methode des Taubſtummen⸗Unterrichts bekannt gemacht hatte, wurde er uns als Mitlehrer an die Seite gegeben. Die Schuͤlerzahl mehrte ſich von Jahr zu Jahr, die Lehrer wirkten in erwuͤnſchter Uebereinſtimmung mit raſtloſem Eifer, mit beharrlicher Ausdauer im ſchweren Berufe fort, und die Anſtalt bluͤhte unter Gottes Segen, ſowie unter dem wohlthaͤtigen Einfluſſe Ho⸗ her Laudesregierung und der naͤchſten Schulbehoͤrde zu immer ſchoͤnerem Flor heran.
In der neueſten Zeit, wo man immer mehr auf eine Verallgemeinerung des Taubſtummen⸗Unterrichts hinarbeitet und denſelben dem Lehrverfahren bei vollſinnigen Kindern moͤglichſt zu naͤhern ſucht, ſollen alle ſchulfaͤhigen Taubſtum⸗ men des Landes der Wohlthat des Unterrichts theilhaftig werden; weshalb Hohe Landesregierung beſtimmt hat, daß von nun an alljaͤhrlich zwei Schulamtscan⸗ didaten, ein evangeliſcher und ein katholiſcher, in der Anſtalt einen einjaͤhrigen Curſus machen ſollen, um ſich zu befaͤhigen, an ihren ſpaͤteren Schulen taub⸗ ſtumme Kinder fuͤr das Inſtitut vorzubereiten. Dieſer Vorbereitungsunterricht iſt ſchon ein bedeutender Fortſchritt im Gebiete der Taubſtummen⸗Bildung; dem Inſtitute in Plan arbeitend, iſt er gewißlich geeignet, den Lehrern von vorn⸗ herein die ſchwere, ſehr anſtrengende Arbeit zu erleichtern, dabei aber auch den pecuniaͤren Vortheil zu gewaͤhren, daß bei Taubſtummen von vorzuͤglicher Be⸗ faͤhigung, die etwas vorbereitet eintreten, die Unterrichtszeit in der Anſtalt viel⸗ leicht abgekuͤrzt und dadurch der Koſtenaufwand gemindert werden kann.
Es iſt bei einer fruͤheren Gelegenheit augedeutet worden, wie das taub— ſtumme Kind vor dem Beſuche des Inſtituts im Vaterhauſe zu behandeln ſei, um ſeinen traurigen Zuſtand einigermaßen zu verbeſſern und den Schulunterricht auf dieſe Weiſe vorzubereiten; die gegenwaͤrtige Mittheilung bezweckt dagegen
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