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Hugo wollte als Romantiker Altes und Neues vereinen. Er hat den Metaphernschatz früherer Jahrhunderte übernommen, ihn aber um manches neue und treffende Bild bereichert, und so erscheint er uns denn, wenn er in seinen Bühnendichtungen in Metaphern redet, trotz mancher Auswüchse und einiger Miſßsgriffe gewaltig und grofs. Gerade in den Dramen zeigt sich die Bildersprache Victor Hugos nicht nur in ihrer wunderbaren Reichhaltigkeit und Farbenpracht, sondern auch in ihrer vollen Ausdrucksfähigkeit und Kraft, sodafs sich auf sie ganz besonders die Worte Vinets(a. a. O. pg. 378) anwenden lassen:„La voix de M. Hugo est un clavier à cent octaves, dont la derniere est aussi puissante dans les sons aigus que la premiere dans les notes tonnantes.“


