Zeichnungen von Windrosen u. a.
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Eine nicht uninteressante Beigabe unserer Handschrift sind mehrere Zeichnungen, deren Wiedergabe den Schluss meiner Arbeit bilden möge. Eine(ſol. 2487) habe ich bereits veröffent- licht in meinen Cuaest. Hephaest. p. 14, darstellend ein Diagramm der Versfüsse zu Pseudo- Hephaestion. Von höherem Wert halte ich die drei Zeichnungen von Windrosen auf ol. 126, 127 1 und 128 r. Uber Winde und ihre Namen haben wir bei griechischen wie bei römischen Schriftstellern zahlreiche Artikel, die zu gelehrten Abhandlungen ¹) Veranlassung gegeben haben. Handschriftliche Zeichnungen von Windrosen jedoch sind nach den Nachforschungen, die ich habe anstellen können, nicht bekannt. Auch in dem gelehrten Werke von Hugo Berger, Geschichte der wissenschaftlichen Erdkunde, Leipzig 1887/93, finde ich solche nicht erwähnt, so dass eine Ver- öffentlichung dieser Zeichnungen des Interesses wohl nicht entbehren wird.
Auf der nachfolgenden Tafel gebe ich zuerst fol. 126 eine Windrose nach dem Zwölf- windesystem zu einer Notiz, die den Namen des Blemmides trägt, jedoch nicht in den geographischen Werken desselben zu finden ist(Volte a. a. O. p. 547):[fol. T26 7] 105 Asu⁵με⁴ον τινπηνεκονασν d2uſdois&r sraeντicæᷣςα οd νεναον⁶ μν αἀναν ν⁊⁰ tsoνο⁶( uiνεa 1 mτ1ραιέεν ενοος 10 dονεέστ*α d 0⁴αςν τνmιννινν ϑμασασσ³ας τν †s πe ds εᷣσmoQzpmß⁵ 41εννeεςε d τ ⁶εκ̈ασνράναηνeν dl‿ πνοιπτπ ⁸εϋνσηρσππεουσνᷣ ναrαάνοννσ☛eνεινιννιν 1ν ϑα̈νοραςιμαη οε.
Sodann fol. 1277 eine Windrose ebenfalls nach dem Zwölfwindesystem zu dem Kommentar des Alerander Aphrodisiensis zu Aristoteles Meteorologica fol. 120r— 130„(Toltz p. 546—548). Sie ist hinsichtlich der Schnittpunkte in der Handschrift etwas verzeichnet.
Eine dritte Windrose findet sich fol. 128r zu demselben Texte, Figur und Buchstaben in roter Farbe ausgeführt. Bei dieser Figur, deren Druck leider schon vorher fertig gestellt war, ist nachzutragen: Dem Worte uααοεœ rentsprechend auf der entgegengesetzten(linken) Seite steht:
dxαιινσ 4—; G,). erroe, ebenso gegenüber ταιτιον Neεεκοιõie Worte: Ovon. ærœςοᷣν⁶ας, 1 9οι⁷.
Vier andere Zeichungen ohne erklärenden Text, die vier Elemente in ihrer Verwandtschaft unter einander und mit den Jahreszeiten und Temperaturen darstellend, finden sich /ol. 334. Ich gebe nur drei Figuren wieder, da eine lediglich sieben konzentrische Kreise ohne jegliche weitere Angabe darstellt, so dass die Vermutung nahe liegt, hierin nur einen misslungenen Versuch zu Fig. 2 vor sich zu haben. Die Reibenfolge der Figuren in der Handschrift ist folgende:(von links nach rechts) 1. die sieben konzentrischen Kreise, 2. dicht daneben, so dass für das Wort onsrxvriæ keinen Platz blieb, Fig. 1, sodann 3. Fig. 3. Unter dem Quadrat(Fig. 1) befindet sich Fig. 2, deren schraffierte Teile in brauner Farbe ausgeführt sind. Sämtliche drei Figuren gebe ich in etwas vergrössertem Massstabe.
¹) Vergl. den Aufsatz von G. Kaibel, Antike Windrosen im Hermes Bd. 20(1885), S. 579— 624.


