Ausgabe von A. Jahn: Joannis Glycae(unrichtig statt Glyceos) patriarchae Cpolitani opus de vera syutaxeos ratione edidit Albertus Jahnius, Bernas Helvetius, Bernae 1849.
Was mich veranlasst hat, dieses Stück einer Vergleichung zu unterziehen, ist der Umstand, dass eine neue Ausgabe des Glykys von Feliæ Boelte im 8. Teil der bei Teubner erscheinenden
Sammlung der griechischen Grammatiker versprochen wird, wie ich aus Krumbacher, Geschichte der byzant. Litteratur 2 1897, p. 590 ersehe.
Für die Textgestaltung hat Jahn in der Hauptsache drei Münchener Handschriften, die Monac. 133 (4), 101(B) aus dem 16. und 529(C) aus dem 14. Jahrhundert benutzt, in der Weise, dass der Text auf 4 beruht, von dem nur bei offenbaren Fehlern abgewichen ist. Wenn C auch schlecht erhalten ist und nur die erste Hälfte der Schrift enthält, so ist er doch, weil älter, vorzuziehen und bietet thatsächlich meist einen besseren Text, so dass der Herausgeber an gar manchen Stellen unbedenk-
lich dieser Handschrift hätte folgen sollen. Was C auslässt, kann man in 4 und B meist als entbehrlichen Zusatz erkennen.
Was nun das Verhältnis des D zu den drei Münchener Handschriften betrifft, so kann man feststellen, dass D bis zu der Lücke p. 29, 3(es fehlen etwa drei bis vier Blätter) an etwa zehn Stellen mit 4A, sonst meist mit B0 gemeinsam geht, von der Lücke ab, p. 44, 7, meist B folgt, jedoch öfter auch selbständige Lesarten bietet. So hat D gegen die anderen Handschriften die richtige von Jahn gebotene Lesart: 4, 22 l ³εσεμν; 12, 8—9 7 aAαα ι 16, 7; 21, 24 10„*0(die anderen 10 ½ 9εν); 25, 10 α ν; 28, 18 1εοαη 52, 25 Frεοσνι; 56, 5 Srr1αοσ.G⁶υιννπινν;/ 57, 26; 59, 1 u. a.
Das Stück ist von mehreren, zum Teil unkundigen Händen, in gut lesbarer Schrift geschrieben. Deutlich wahrnehmbar aus der Form gewisser Buchstaben ist, nach dem ersten fehlerhaften Teil (fol. 239— 2417), eine mit 22, 21 dbαemνσν beginnende kundige Hand, die ziemlich fehlerfrei geschrieben hat; diese schliesst mit 24, 26 roνννιαμάs und beginnt, wie es scheint, wieder mit fol. 242. Daraus erklären sich auch die zahllosen Schreibfehler und Versehen, die ich neben anderen kleinen Abweichungen der Vollständigkeit halber sorgfältig wiederzugeben nicht die Mühe gescheut habe. Bemerken möchte ich noch, dass die Jahn’'sche Ausgabe an mehreren Stellen Lesarten bietet, die vermutlich nicht auf handschriftlicher Grundlage, sondern auf einem Versehen des Herausgebers beruhen. Es ist anzunehmen, dass für die Textgestaltung einer neuen Ausgabe der Darmst., der manche bemerkenswerte Lesart aufzuweisen hat, nicht ohne Bedeutung sein wird.
1, 1 om. 7 eo* xν 8 dlddrse 12 dαoνα 12 dereo uα 13 zO‿αμέεκνο p15 æurix iods 17 XOεlas 18 7rO⁴ς επννυᷣαηνςρ☛αααοοαα τοωντον τιν 2υmνον(von späterer Hand verändert) 2, 8 οeν pom. 8 A2l⁴νμενα Jοl. 233„] 20 Gwxds 21 x* οm. 20 und 21 α.αα 21 5,·ο(?) 26 1 Gον 27 xœ om. 30 16 om. 35 œ ιανννε Gabinter 1⁸*œ‧ αοdie als Dittographie ausradiert) 3, 1 dmπε τπτνινο eν 2 od⁴ς*ενασαενρονς 4 om. 6 elc 8 2να 10 ⁰diyau 14 cuiασeη fol. 234] 22&0aco 25 Löyo om. 28 εο ττοππηπκι 29 4xυιοας 33 T DenSa ,n(corr.) 4, 2 ᷣœ νμυ⁹ (nicht ou) 2 Ofrtres 4 Tεονμένκνον(über e steht ein S) z0d Oeidοον 5 d ent. 8 zoĩc rAloG Qα rAiονι τό ννᷣ υιμικνοιο om. 9 ν εεαινεονι 15 zvx½αe ονσι ν⁴έ εμε τι τόσννςνκνν 16 rεοε ⁴σααυιιαόιν 17 vi ⁊odονdix[fol. 234) 22 el deiroονενn(deutlich) 24 rν τιυνς⁶ηeν‧ xi vn 6ν αμηόνι οενιmμνν νκοιννννα
Hephästion gefunden wurde, könne wegen der Überschrift ron ro? von Glykys herrühren, so stehe ich nach der Veröffentlichung von zur Jacobsmühlen[Pseudo-Hephaestion de metris edidit commentariis instruxit Henc. z. J. Strassburg 1886], der diesen Traktat nach dem Studemund'schen Material(D von Hörschelmann verglichen) heraus- gegeben hat, natürlich nicht mehr auf diesem Standpunkt.


